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	<title>Kommentare zu: Am Vorabend der tatsächlichen Krise</title>
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	<description>Das private Weblog von Ronnie Grob</description>
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		<title>Von: Ich beginne zu glauben, dass die Linke denkt, dass sie nichts mit der Krise zu tun hat » ronniegrob.com</title>
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		<dc:creator>Ich beginne zu glauben, dass die Linke denkt, dass sie nichts mit der Krise zu tun hat » ronniegrob.com</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 08:11:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] auf dieser Grafik zu sehen ist, steigen die Schulden in Deutschland seit den 1960er-Jahren kontinuierlich an. So [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] auf dieser Grafik zu sehen ist, steigen die Schulden in Deutschland seit den 1960er-Jahren kontinuierlich an. So [...]</p>
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		<title>Von: Ein Staat, den wir uns nicht leisten können » ronniegrob.com</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-11574</link>
		<dc:creator>Ein Staat, den wir uns nicht leisten können » ronniegrob.com</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 11:41:09 +0000</pubDate>
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		<description>[...] dazu auch: &#8220;Crash Coming&#8221; vom 5. Juni 2011 und &#8220;Am Vorabend der tatsächlichen Krise&#8221; vom 7. Juli [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] dazu auch: &#8220;Crash Coming&#8221; vom 5. Juni 2011 und &#8220;Am Vorabend der tatsächlichen Krise&#8221; vom 7. Juli [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Crash Coming » ronniegrob.com</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-10462</link>
		<dc:creator>Crash Coming » ronniegrob.com</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 21:15:57 +0000</pubDate>
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		<description>[...] die kommenden Probleme mit den Schulden habe ich bereits im Sommer 2010 geschrieben, im Text &#8220;Am Vorabend der tatsächlichen Krise&#8221;. Damals kannte ich dieses Buch noch nicht. Ich wusste auch nicht, dass bereits 2004 das Buch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] die kommenden Probleme mit den Schulden habe ich bereits im Sommer 2010 geschrieben, im Text &#8220;Am Vorabend der tatsächlichen Krise&#8221;. Damals kannte ich dieses Buch noch nicht. Ich wusste auch nicht, dass bereits 2004 das Buch [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Lonely Loon</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6595</link>
		<dc:creator>Lonely Loon</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 20:52:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Ronnie: Entschuldige meine späte Antwort; man hat ja zwischendurch auch wieder mal was anderes zu tun. ;-)

Ach, die Freiheit. Im Schillerschen Sinne (also im romantischen) finde ich Freiheit ja durchaus ein hehres Ideal. Und ich hab ja nirgends geschrieben, dass &quot;viele Menschen keine Freiheitsliebe verspüren&quot; würden - ganz im Gegenteil (bitte nochmals lesen).

Und schon gar nicht ging es mir um die Verwirklichung einen &quot;sozialistischen Traums&quot; im Stil der DDR. Ich käme niemals auf die Idee, einen Sozialismus ohne Demokratie zu propagieren. Allerdings bin ich selbstverständlich der Ansicht, dass es auch ein alternatives Modell zu einer grenzenlosen kapitalistischen Marktwirtschaft, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, geben muss (z.B. hier: http://ow.ly/2aU7S )</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ronnie: Entschuldige meine späte Antwort; man hat ja zwischendurch auch wieder mal was anderes zu tun. ;-)</p>
<p>Ach, die Freiheit. Im Schillerschen Sinne (also im romantischen) finde ich Freiheit ja durchaus ein hehres Ideal. Und ich hab ja nirgends geschrieben, dass &#8220;viele Menschen keine Freiheitsliebe verspüren&#8221; würden &#8211; ganz im Gegenteil (bitte nochmals lesen).</p>
<p>Und schon gar nicht ging es mir um die Verwirklichung einen &#8220;sozialistischen Traums&#8221; im Stil der DDR. Ich käme niemals auf die Idee, einen Sozialismus ohne Demokratie zu propagieren. Allerdings bin ich selbstverständlich der Ansicht, dass es auch ein alternatives Modell zu einer grenzenlosen kapitalistischen Marktwirtschaft, in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, geben muss (z.B. hier: <a href="http://ow.ly/2aU7S" rel="nofollow">http://ow.ly/2aU7S</a> )</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: ####Das Netz in Dir#### &#124; LinkSammlung #11 “““ DasNetzInDir ””””</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6591</link>
		<dc:creator>####Das Netz in Dir#### &#124; LinkSammlung #11 “““ DasNetzInDir ””””</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 13:46:46 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ronie Grob über Systemkrisen &#8211; Vorabend der tatsächlichen Krise ?!? [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ronie Grob über Systemkrisen &#8211; Vorabend der tatsächlichen Krise ?!? [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Guten Morgen &#124; Too much information :: toomuchinformation.de</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6553</link>
		<dc:creator>Guten Morgen &#124; Too much information :: toomuchinformation.de</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 09:01:01 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Ronnie Grob befasst sich auf seinem Blog in einem l&#228;ngeren Artikel mit der Finanzkrise und ihrem scheinbaren Ende. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ronnie Grob befasst sich auf seinem Blog in einem l&#228;ngeren Artikel mit der Finanzkrise und ihrem scheinbaren Ende. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6550</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 07:31:06 +0000</pubDate>
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		<description>@Gregor Keuschnig: Ich antworte drüben bei &quot;Carta&quot;.

@Lonely Loon: Der sozialistische Traum in der DDR ist ja unter anderem an der gescheitert, weil einige Bürger gerne ab und zu das Land verlassen wollten. Es mag sein, dass viele Menschen keine Freiheitsliebe verspüren, mir ist das aber sehr wichtig, in fast jeder Form. In Zusammenhang mit Romantik kann ich das nur schwer bringen, eher in Zusammenhang mit Grundbedürfnis. Ich jedenfalls wünsche mir keinen Staatsapparat, der mich unnötig einschränkt. &quot;Eine solide materielle Grundlage&quot; lässt sich für alle Schichten mit Arbeit erwirtschaften (wenn denn welche verfügbar ist). Der Sozialstaat, offenbar wird das gerne vergessen, speist sich von dem, was Steuerzahler erwirtschaften.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gregor Keuschnig: Ich antworte drüben bei &#8220;Carta&#8221;.</p>
<p>@Lonely Loon: Der sozialistische Traum in der DDR ist ja unter anderem an der gescheitert, weil einige Bürger gerne ab und zu das Land verlassen wollten. Es mag sein, dass viele Menschen keine Freiheitsliebe verspüren, mir ist das aber sehr wichtig, in fast jeder Form. In Zusammenhang mit Romantik kann ich das nur schwer bringen, eher in Zusammenhang mit Grundbedürfnis. Ich jedenfalls wünsche mir keinen Staatsapparat, der mich unnötig einschränkt. &#8220;Eine solide materielle Grundlage&#8221; lässt sich für alle Schichten mit Arbeit erwirtschaften (wenn denn welche verfügbar ist). Der Sozialstaat, offenbar wird das gerne vergessen, speist sich von dem, was Steuerzahler erwirtschaften.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kenubajuk</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6546</link>
		<dc:creator>Kenubajuk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 22:48:02 +0000</pubDate>
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		<description>Mmmmh, anfangen umzudenken, so was in die Richtung bedingungslos &quot;GrundEinKommunizieren&quot;. 
Oder &lt;strong&gt;versteht sich Deutschland, Europa, die Welt nicht mehr als eine Gemeinschaft, ein Kommune? &lt;/strong&gt;

Ich glaube unteinander, so auf der Straße , menscheln die Menschen die Tage gerade allzu gern, nur weiter gedacht auf entscheidender politischer Ebene irgendwie noch nicht ganz,...

 ...aber ganz ganz langsam dort auch wieder doller!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mmmmh, anfangen umzudenken, so was in die Richtung bedingungslos &#8220;GrundEinKommunizieren&#8221;.<br />
Oder <strong>versteht sich Deutschland, Europa, die Welt nicht mehr als eine Gemeinschaft, ein Kommune? </strong></p>
<p>Ich glaube unteinander, so auf der Straße , menscheln die Menschen die Tage gerade allzu gern, nur weiter gedacht auf entscheidender politischer Ebene irgendwie noch nicht ganz,&#8230;</p>
<p> &#8230;aber ganz ganz langsam dort auch wieder doller!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lonely Loon</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6543</link>
		<dc:creator>Lonely Loon</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:59:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.ronniegrob.com/?p=4599#comment-6543</guid>
		<description>Das mit der &quot;Freiheitsliebe&quot; tönt doch ein wenig gar romantisch. Vor allem: Was ist Freiheit? Sprichst Du von der Freiheit, alle paar Wochen mal schnell nach New York fliegen zu können, oder von der Freiheit, jeden Monat genug Geld auf dem Bankkonto zu haben, um die eigene Familie zu ernähren und sich gleichzeitig einen halbwegs anständigen Lebensstandard leisten zu können?

&quot;Freiheitsliebe&quot; benötigt erst mal einen breiten Mittelstand, der diese überhaupt zu schätzen weiss und ausleben kann. Genau der Mittelstand aber läuft Gefahr, durch allzu harte Sparmassnahmen unter die Räder zu kommen. Eine wachsende minderbemittelte Unterschicht wiederum dürfte eine solide materielle Grundlage (Sozialstaat nach dem west- und nordeuropäischen Modell der Nachkriegszeit) einer Marktwirtschaft, von der immer nur die anderen profitieren, vorziehen.

Wer behauptet, dass kein Geld mehr da sei, soll bitte einfach mal die Augen öffnen. Geld ist da, nur extrem einseitig verteilt. Um es zu holen muss man ja nicht gleich die Banken enteignen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit der &#8220;Freiheitsliebe&#8221; tönt doch ein wenig gar romantisch. Vor allem: Was ist Freiheit? Sprichst Du von der Freiheit, alle paar Wochen mal schnell nach New York fliegen zu können, oder von der Freiheit, jeden Monat genug Geld auf dem Bankkonto zu haben, um die eigene Familie zu ernähren und sich gleichzeitig einen halbwegs anständigen Lebensstandard leisten zu können?</p>
<p>&#8220;Freiheitsliebe&#8221; benötigt erst mal einen breiten Mittelstand, der diese überhaupt zu schätzen weiss und ausleben kann. Genau der Mittelstand aber läuft Gefahr, durch allzu harte Sparmassnahmen unter die Räder zu kommen. Eine wachsende minderbemittelte Unterschicht wiederum dürfte eine solide materielle Grundlage (Sozialstaat nach dem west- und nordeuropäischen Modell der Nachkriegszeit) einer Marktwirtschaft, von der immer nur die anderen profitieren, vorziehen.</p>
<p>Wer behauptet, dass kein Geld mehr da sei, soll bitte einfach mal die Augen öffnen. Geld ist da, nur extrem einseitig verteilt. Um es zu holen muss man ja nicht gleich die Banken enteignen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/comment-page-1/#comment-6540</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 16:02:20 +0000</pubDate>
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		<description>Vieles ist richtig; einiges arg polemisch. Die Bundesrepublik befindet sich keinesfalls auf dem Weg des Enteignungsstaates. Der Fall der HRE (und nur hierfür galt dieses Gesetz) lag leicht anders. Die Enteignung der Aktionäre fand durch das Wirtschaften des Vorstandes weit vorher statt, der die Bank in die Krise gefahren hatte (und das Versagen des Aufsichtsrates – eine typische &quot;Krankheit&quot; des deutschen Aktiengesetzes, welches dringend geändert gehörte). Der Staat sprang mit Bürgschaften ein – sollte aber den Aktionären gegenüber so tun, als sei das Unternehmen solide und liquide. Das wäre de facto eine Alimentierung der Anteilseigner durch den Staat gewesen – jene Anteilseigner, die den Vorstand entlastet hatten. 

(Die SZ dazu: &quot;Das Enteignungsgesetz versucht, die bisherigen Strukturen des Finanzmarktes zu bewahren und zu sichern; es ermöglicht die Enteignung von Banken, um das Finanz- und Wirtschaftssystem zu erhalten; es ist im Ergebnis kein Enteignungs- sondern ein Erhaltungsgesetz. Die HRE wird nicht entreichert, sondern bereichert. Gleichwohl und gerade deswegen hat das Gesetz, das soeben vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, historischen Rang: Es ist das erste Enteignungsgesetz der Geschichte, das Werte enteignet, die nichts mehr wert sind. Bisher galt der Satz: Enteignen lässt sich nur, was einen Wert hat.&quot; – Quelle hier: http://www.sueddeutsche.de/geld/hypo-real-estate-enteignung-des-misthaufens-1.472103 ) 

Das perfide an der augenblicklichen Situation ist, dass (1.) die gängigen politischen Institutionen versagen, obwohl man einiges machen könnte und (2.) die Wirtschaftstheorien (wie z. B. Keynes) auch nicht mehr funktionieren. 

Die Politik macht sich m. E. vorschnell zur hilflosen Globalisierungsmarionette. In den USA wurde durch Clinton in den 90er Jahren der sogenannte Glass-Steagull-Act aufgehoben. Seit den 1930er Jahren war es in den USA Banken nicht gestattet Privatkunden und Investmentgeschäft zu betreiben. Entweder machten sie das eine oder das andere. Das hob Clinton auf. Von da an wuchsen die Banken und wurden so gross, dass sie nicht mehr beherrschbar waren bzw. nicht insolvent gehen durften, wenn sie nur gross genug waren (eine liess man probehalber über die Klinge springen).  

Rot-Grün hatte in den 00er Jahren internationalen &quot;Heuschrecken&quot;, pardon &quot;Investoren&quot;, ermöglicht, Unternehmen nach Belieben aufzukaufen und unter Umständen zu zerschlagen. Auch könnte man per Gesetz die Eigenkapitalquote mindestens europäischer Banken auf ein bestimmtes Mindestmaß vorschreiben. Die Deutsche Bank beispielsweise muss nicht zwingend in den Wettbewerb mit amerikanischen Banken treten; sie hat andere Aufgaben.

Desweiteren laboriert die Wirtschaft an der vollkommen überhasteten Implementierung des Euro, der ein politischer Akt war und weitgehend unter Ausschluss kritischer Wirtschaftswissenschaftler stattfand. Kohls Wort an einen Banker ist fast legendär. Sinngemäss meinte er: Den Euro setze ich politisch durch, den Rest machen sie. Damit wurde die Hierarchie vorgegeben. Leider lernt man aus diesen Fehlern nicht – die EU richtet gerade ein Gremium ein, in dem alle 27 Länder über den Euro beratschlagen, obwohl nur 16 den Euro haben. Auch hier dominiert eine politische Ideologie vor den sachlich gebotenen Gesetzmässigkeiten. Eine Tendenz, die es übrigens auch in grossen Wirtschaftsunternehmen gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vieles ist richtig; einiges arg polemisch. Die Bundesrepublik befindet sich keinesfalls auf dem Weg des Enteignungsstaates. Der Fall der HRE (und nur hierfür galt dieses Gesetz) lag leicht anders. Die Enteignung der Aktionäre fand durch das Wirtschaften des Vorstandes weit vorher statt, der die Bank in die Krise gefahren hatte (und das Versagen des Aufsichtsrates – eine typische &#8220;Krankheit&#8221; des deutschen Aktiengesetzes, welches dringend geändert gehörte). Der Staat sprang mit Bürgschaften ein – sollte aber den Aktionären gegenüber so tun, als sei das Unternehmen solide und liquide. Das wäre de facto eine Alimentierung der Anteilseigner durch den Staat gewesen – jene Anteilseigner, die den Vorstand entlastet hatten. </p>
<p>(Die SZ dazu: &#8220;Das Enteignungsgesetz versucht, die bisherigen Strukturen des Finanzmarktes zu bewahren und zu sichern; es ermöglicht die Enteignung von Banken, um das Finanz- und Wirtschaftssystem zu erhalten; es ist im Ergebnis kein Enteignungs- sondern ein Erhaltungsgesetz. Die HRE wird nicht entreichert, sondern bereichert. Gleichwohl und gerade deswegen hat das Gesetz, das soeben vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, historischen Rang: Es ist das erste Enteignungsgesetz der Geschichte, das Werte enteignet, die nichts mehr wert sind. Bisher galt der Satz: Enteignen lässt sich nur, was einen Wert hat.&#8221; – Quelle hier: <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/hypo-real-estate-enteignung-des-misthaufens-1.472103" rel="nofollow">http://www.sueddeutsche.de/geld/hypo-real-estate-enteignung-des-misthaufens-1.472103</a> ) </p>
<p>Das perfide an der augenblicklichen Situation ist, dass (1.) die gängigen politischen Institutionen versagen, obwohl man einiges machen könnte und (2.) die Wirtschaftstheorien (wie z. B. Keynes) auch nicht mehr funktionieren. </p>
<p>Die Politik macht sich m. E. vorschnell zur hilflosen Globalisierungsmarionette. In den USA wurde durch Clinton in den 90er Jahren der sogenannte Glass-Steagull-Act aufgehoben. Seit den 1930er Jahren war es in den USA Banken nicht gestattet Privatkunden und Investmentgeschäft zu betreiben. Entweder machten sie das eine oder das andere. Das hob Clinton auf. Von da an wuchsen die Banken und wurden so gross, dass sie nicht mehr beherrschbar waren bzw. nicht insolvent gehen durften, wenn sie nur gross genug waren (eine liess man probehalber über die Klinge springen).  </p>
<p>Rot-Grün hatte in den 00er Jahren internationalen &#8220;Heuschrecken&#8221;, pardon &#8220;Investoren&#8221;, ermöglicht, Unternehmen nach Belieben aufzukaufen und unter Umständen zu zerschlagen. Auch könnte man per Gesetz die Eigenkapitalquote mindestens europäischer Banken auf ein bestimmtes Mindestmaß vorschreiben. Die Deutsche Bank beispielsweise muss nicht zwingend in den Wettbewerb mit amerikanischen Banken treten; sie hat andere Aufgaben.</p>
<p>Desweiteren laboriert die Wirtschaft an der vollkommen überhasteten Implementierung des Euro, der ein politischer Akt war und weitgehend unter Ausschluss kritischer Wirtschaftswissenschaftler stattfand. Kohls Wort an einen Banker ist fast legendär. Sinngemäss meinte er: Den Euro setze ich politisch durch, den Rest machen sie. Damit wurde die Hierarchie vorgegeben. Leider lernt man aus diesen Fehlern nicht – die EU richtet gerade ein Gremium ein, in dem alle 27 Länder über den Euro beratschlagen, obwohl nur 16 den Euro haben. Auch hier dominiert eine politische Ideologie vor den sachlich gebotenen Gesetzmässigkeiten. Eine Tendenz, die es übrigens auch in grossen Wirtschaftsunternehmen gibt.</p>
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