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	<title>ronniegrob.com &#187; Medien</title>
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	<description>Das private Weblog von Ronnie Grob</description>
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		<title>Wörterbuch der politischen Haltung</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 10:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was die politische Haltung angeht, gibt es immer wieder Missverständnisse. Ich zum Beispiel wurde kürzlich in einem Kommentarabtausch ein "dyslexischer Neocon" genannt. Das ist unfair, bei Beleidigungen sollte man doch immerhin verstehen, was gemeint ist.

Darum hier die Begriffsklärung der politischen Haltungen - wie sie in deutschsprachigen Medien vorkommen. Was bedeuten Begriffe wie Linke, Rechte, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die politische Haltung angeht, gibt es immer wieder Missverständnisse. Ich zum Beispiel wurde kürzlich in einem Kommentarabtausch ein <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002911.html">&#8220;dyslexischer Neocon&#8221;</a> genannt. Das ist unfair, bei Beleidigungen sollte man doch immerhin verstehen, was gemeint ist.</p>
<p>Darum hier die Begriffsklärung der politischen Haltungen &#8211; wie sie in deutschsprachigen Medien vorkommen. Was bedeuten Begriffe wie Linke, Rechte, Linkspopulisten, Rechtspopulisten, Konservative, Neokonservative, Liberale, Neoliberale, Sozialisten oder Kommunisten?</p>
<p><span id="more-6723"></span><strong>Linke</strong><br />
Grosse Gruppe mit Differenzierungsbedarf. Es gibt &#8220;Die Linke&#8221;, eine aus der ehemaligen DDR-Staatspartei hervorgehende Gruppe, die darum den Kommunismus nicht verharmlosen darf. Und dann gibt es die Linke, zu denen alle anderen gehören: Sozialdemokraten, Grüne, 68er, Gewerkschafter, ein Grossteil der Journalisten. Auch wenn sie sich selbst als Gutmenschen sehen, dürfen sie nicht von anderen so bezeichnet werden, jedenfalls nicht verächtlich.</p>
<p><strong>Rechte</strong><br />
Schlimme Gruppe von Menschen, die sich weigern, links zu sein. Nicht wenige Linke, die selbst eine Abgrenzung von Linksradikalen verlangen, haben nicht die Fähigkeit oder den Willen, Rechte von Rechtsradikalen abzugrenzen. Während &#8220;Linke&#8221; als vielleicht nicht allzu fröhliches Alltagswort verwendet wird, ziehen bei &#8220;Rechte&#8221; vor dem Horizont des geistigen Auges glatzköpfige Massen mit Springerstiefeln auf.</p>
<p><strong>Linkspopulisten</strong><br />
Oskar Lafontaine. Und dann lange, lange niemand mehr.</p>
<p><strong>Rechtspopulisten</strong><br />
Zu 10 Prozent populistische Rechte, zu 90 Prozent Rechte irgendwelcher Art.</p>
<p><strong>Konservative</strong><br />
Anhänger der CDU, CSU, FDP und der christlichen Kirche. Andere, die per Definition konservativ sind und etwas bewahren wollen, also zum Beispiel Gentrifizierungsgegner, Globalisierungsgegner, Umweltschützer oder Verfechter von anderen Religionen als der christlichen, werden überraschenderweise nicht &#8220;Konservative&#8221; genannt. Wer selbst glaubt, &#8220;fortschrittlichen&#8221; Ideen nachzuhängen, bezeichnet gerne den jeweiligen Gegner als &#8220;konservativ&#8221;.</p>
<p><strong>Neokonservative</strong><br />
Aus der USA überschwappender, schwammiger Begriff, der ungefähr jeden treffen kann, der nicht links ist.</p>
<p><strong>Liberale</strong><br />
Ein positiver Begriff, der von ungefähr allen ausser wenigen Konservativen beansprucht wird. Etwas zu befreien scheint so viel cooler, als etwas zu bewahren. Für den Wähler ziemlich wichtig zu erfahren wäre auf jeden Fall, was denn befreit werden soll: Die Wirtschaft vom Staat, die Gesellschaft von ihren Zwängen oder der Geist von seinen Beschränkungen.</p>
<p><strong>Neoliberale</strong><br />
Wie &#8220;Neokonservative&#8221; ein Kampfbegriff der Linken: In eine Gruppe zusammengefasst werden Wirtschaftsliberale, Korporatisten und Opportunisten.</p>
<p><strong>Sozialisten</strong><br />
Auch wenn sich die Jungparteien der Sozialdemokraten treffend Jungsozialisten nennen, gibt es doch immer wieder Sozialdemokraten, die keine Sozialisten sein wollen. Das gilt <a href="http://www.entscheidung11.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/08/10/Zeitstrahl-Uebersicht/SP-haelt-an-Ueberwindung-des-Kapitalismus-fest">nicht für die Schweizer Sozialdemokraten</a> und nur ab und zu für Sozialdemokraten in Bundesländern, in denen zusammen mit &#8220;Die Linke&#8221; die Regierung übernommen werden kann.</p>
<p><strong>Kommunisten</strong><br />
Verstaubte Loser von früher im Osten, die die Idee des Sozialismus nicht richtig umgesetzt haben.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Staat, den wir uns nicht leisten können</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/08/07/ein-staat-den-wir-uns-nicht-leisten-konnen/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 20:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Über 150 Tweets weisen derzeit auf den Artikel "Der rechte Abschied von der Politik" von Constantin Seibt hin, mehrheitlich zustimmend.



Ich gehe einig mit der Unfähigkeit der meisten Politiker, vernünftige Regulierungen zu verfassen, mit der Unfähigkeit der meisten Köpfe, Orientierung zu geben und mit dem Ärger über die mit Optimierern ausgestatten natürlichen und juristischen Personen, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über <a href="http://rivva.de/125722580">150 Tweets</a> weisen derzeit auf den Artikel <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602"><strong>&#8220;Der rechte Abschied von der Politik&#8221;</strong></a> von Constantin Seibt hin, mehrheitlich zustimmend.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Screenshot-Rivva.png" alt="Screenshot Rivva" title="Screenshot Rivva" width="500" height="229" class="alignnone size-full wp-image-6633" /></p>
<p>Ich gehe einig mit der Unfähigkeit der meisten Politiker, vernünftige Regulierungen zu verfassen, mit der Unfähigkeit der meisten Köpfe, Orientierung zu geben und mit dem Ärger über die mit Optimierern ausgestatten natürlichen und juristischen Personen, die es sich leisten können, kaum oder gar keine Steuern zu zahlen.</p>
<p>Ich möchte aber einige Punkte hinterfragen, so sehr ich Seibt als einen der besten Schreiber der Schweiz schätze:</p>
<p><span id="more-6629"></span><strong>1. Die Ursache der Krise</strong><br />
Die aktuelle Krise sei ein Resultat von &#8220;blinder Deregulierung von Wirtschaft und Finanzmärkten&#8221;.</p>
<p>Dass Banken so gross geworden sind, dass sie, wenn sie crashen, ganze Industrien mit sich reissen, mag ein Resultat sein von nicht richtig reguliertem Kapitalismus. Jeder, der schon mal Monopoly gespielt hat, weiss, dass das Spiel ewig weiterlaufen kann, wenn alle Teilnehmer etwa gleich gut spielen. Dem Ende zu geht es jeweils erst, wenn ein Teilnehmer zu übermächtig wird oder Kartelle gebildet werden.</p>
<p>Ob die Rettungen von Banken (und Staaten) zwingend waren oder ob sie vielmehr die Situation, in der wir jetzt stecken, verschärft haben, wird erst die Geschichte zeigen, so in 100 Jahren können wir das dann sicher beurteilen. Auf jeden Fall war es, aus marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten, eine absolut unzulässige Einmischung des Staats in den Markt. Sobald ein Teilnehmer der Marktwirtschaft nicht mehr bankrott gehen kann, handelt es sich nicht mehr um eine Marktwirtschaft, sondern um eine Planwirtschaft <a href="http://blog.ronniegrob.com/2011/05/24/der-verlust-des-grundsatzlichen/">eines undurchsichtigen Konglomerats aus Staatsspitzen, Organisationen und Banken</a>.</p>
<p><strong>2. Das Sparen</strong><br />
Die aktuelle Krise sei ein Resultat einer &#8220;blinden Sparpolitik&#8221;.</p>
<p>Eine &#8220;blinde Sparpolitik&#8221;? Tatsächlich wurde doch, das zeigen alle Statistiken, in fast keinem der westlichen Staaten gespart. Jeweils am Ende des Jahres, was auch immer passierte, vermehrte der Staat seine Schulden. Falls es sowas wie eine Sparpolitik gegeben haben sollte &#8211; in der Realität ist sie nicht angekommen.</p>
<p>Das Resultat der Krise ist die Folge von Misswirtschaft der verantwortlichen Politiker in der Exekutive, und zwar von linken wie auch von rechten. Wer Schulden macht und sie irgendwann nicht mehr zurückzahlen kann, macht Pleite. Die Steuern zahlende Wirtschaft hat damit nichts zu tun, das ist die Einnahmenseite. Vielmehr muss sich die Ausgabenseite, also die Politik, an den Einkünften orientieren und kann nicht einfach Geld verschwenden, als gäbe es kein Morgen. Doch das hat sie getan, sei es, um übertriebene Wahlversprechen zu erfüllen, aus Verantwortungslosigkeit oder aus Unfähigkeit.</p>
<p><strong>3. Konjunkturpakete</strong><br />
Seibt schreibt:</p>
<blockquote><p>Nach ersten, zaghaften Konjunkturprogrammen schnitten die USA und Grossbritannien die Ausgaben bald zurück (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Zaghafte Konjunkturpakte? Ich weiss nicht, in welchen Kategorien Seibt denkt, aber das Obama-Konjunkturpaket von 2009 in der Höhe von <a href="http://www.zeit.de/online/2009/08/usa-konjunkturpaket-senat/komplettansicht">790 Milliarden US-Dollar</a> würde ich jetzt nicht als zaghaft, vielmehr als gigantisch bezeichnen. Zur Erinnerung: Konjunkturpakte sind Eingriffe des Staates in den Markt, die eine Belebung der Wirtschaft zum Ziel haben. Verwendet wird dafür Geld, das vorher unter Zwang (wir nennen es Steuern) der Wirtschaft weggenommen wurde.</p>
<p>Ob zaghaft oder nicht, erfolgreich war das Konjunkturpaket nicht. Obwohl der Staatshaushalt massiv in Schieflage war, verschuldet hat das zu einem guten Teil George W. Bush, verwendete Obama diese Gelder &#8211; für die neue Schulden aufgenommen werden mussten und jetzt wieder eingespart werden müssen. Derzeit denkt man in den USA über ein <a href="http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/heuchlerisches_spiel_um_die_us-schuldengrenze_1.11344441.html">Sparpaket in der Höhe von 2400 Milliarden US-Dollar</a> nach.</p>
<p>Nochmals: 2009 hat die USA 800 Milliarden Steuergelder &#8220;in die Wirtschaft investiert&#8221;. Nun muss sie 2400 Milliarden einsparen. Eine Rechung, die nicht aufgeht. Wie fast immer, wenn <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Keynesianismus">keynesianische Rezepte</a> angewendet werden.</p>
<p><strong>4. &#8220;Der rechte Abschied von der Politik&#8221;</strong><br />
Kommen wir zum Titel, für den vermutlich gar nicht Seibt, sondern das boulevardeske Online-Portal, das seine Zeitung bewirtschaftet, verantwortlich ist.</p>
<p>Weder die SVP noch die Tea Party verabschieden sich von der Politik. Sie sind lediglich in der Opposition und sagen &#8220;Nein&#8221; &#8211; ein komplett legitimes Vorgehen in der Politik. Ob die Regierungen nun aus Sozialisten, Sozial- oder Christdemokraten, Grünen oder sogenannten &#8220;Konservativen&#8221; (was auch immer das ist) bestehen und bestanden &#8211; sie sind verantwortlich für die Aufhäufung der Schulden. Nicht die Opposition. Nicht die Wirtschaft.</p>
<p>Wenn die &#8220;Formsache&#8221; der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_usa_stossen_an_schuldengrenze_1.10571568.html">Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA</a> seit 1962 74x stattgefunden hat (in den letzten zehn Jahren 10x), wird es vielleicht mal Zeit, dass jemand diese Strategie ernstlich hinterfragt. Denn auch wenn es nochmals gelungen ist, den Bankrott zu verhindern, so ist er doch nur vertagt. In den Vereinigten Staaten wie in Griechenland, das gilt für jedes Land, das dauerhaft mehr ausgibt als einnimmt.</p>
<p>Allen Freunden des Staates, und davon gibt es unter den Linken und in Deutschland bedauerlich viele, möchte ich zu bedenken geben, dass ein Staat, der pleite ist, gar nichts mehr vermag. Er kann keine Löhne mehr zahlen, keine Renten, keine Sozialabgaben, er kann keine Schulen mehr unterhalten, keine Bibliotheken mehr bewirtschaften. Und nicht nur das, er kann auch keine Ordnung mehr aufrecht erhalten, Anarchie bricht aus, Gesetze werden hinfällig.</p>
<p>An einer nachhaltigen Sparpolitik sollten also gerade die Linken ein grosses Interesse haben. Sparen, den Staat zurückbauen und am Ende weniger Steuern für den Bürger verlangen wollen die von den Linken und den Medien so gerne als rechtspopulistisch bezeichneten Parteien und Gruppen wie die SVP oder die Tea Party. Seit Jahren.</p>
<p>Ein bankrotter Staat zerstört alle bürgerlichen Errungenschaften. Es reicht nicht, dauernd nur zu rufen, der Staat dürfe nicht bankrott gehen. Man muss auch etwas dagegen tun. Opfer wird die nächste Zeit so oder so fordern.</p>
<p>Siehe dazu auch: <a href="http://blog.ronniegrob.com/2011/06/05/crash-coming/">&#8220;Crash Coming&#8221;</a> vom 5. Juni 2011 und <a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/am-vorabend-der-tatsaechlichen-krise/">&#8220;Am Vorabend der tatsächlichen Krise&#8221;</a> vom 7. Juli 2010.</p>
<p><strong>Nachtrag, 5. September 2011:</strong> Charles Moore <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13584781/Die-linken-Rezepte-sind-falsch.html">äussert sich in einem Interview</a> zu seiner Kolumne und zum Satz &#8220;I&#8217;m starting to think that the Left might actually be right&#8221;.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5 Jahre «6 vor 9»</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/08/02/5-jahre-6-vor-9/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 06:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Hogenkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niggemeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 2. August 2006 erschien die erste Ausgabe von "6 vor 9", damals auf medienlese.com. Inzwischen wurden weit über 1000 Ausgaben mit je 6 Links publiziert, meistens vor 9 Uhr morgens, das Format erfreut sich auf bildblog.de einer zufriedenstellenden Aufmerksamkeit.



Danken möchte ich ...

... allen Lesern, Fehlermeldern und Tippgebern (auch denen, die Vorschläge in eigener ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. August 2006 erschien die <a href="http://www.bildblog.de/9924/6-vor-9/">erste Ausgabe</a> von &#8220;6 vor 9&#8243;, damals auf medienlese.com. Inzwischen wurden weit über 1000 Ausgaben mit je 6 Links publiziert, meistens vor 9 Uhr morgens, das Format erfreut sich <a href="http://www.bildblog.de/ressort/6-vor-9/">auf bildblog.de</a> einer zufriedenstellenden Aufmerksamkeit.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Voodookuchen.jpg" alt="Voodookuchen" title="Voodookuchen" width="500" height="375" class="alignleft size-full wp-image-6574" /></p>
<p>Danken möchte ich &#8230;</p>
<p>&#8230; allen Lesern, Fehlermeldern und Tippgebern (auch denen, die Vorschläge in eigener Sache liefern ;-)</p>
<p>&#8230; allen, die mich bisher bei dieser Tätigkeit vertreten haben, also Christina Schmid, Florian Steglich, Peter Hogenkamp, Peter Sennhauser, Ole Reißmann, Moritz Adler, Lukas Heinser, Stefan Niggemeier, Torsten Kleinz und Stefan Sichermann (habe ich jemanden vergessen?).</p>
<p>&#8230; allen Spendern, die das Format 2009, als es <a href="http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/">von der Einstellung bedroht</a> war, mit <a href="http://www.betterplace.org/de/projects/1332/supporters/donors">2000 Euro in drei Tagen</a> gerettet haben.</p>
<p>&#8230; allen, die für medienlese.com oder bildblog.de erfolgreich Werbung verkauft haben und allen, die diese Werbung geschaltet und bezahlt haben. Wer aktuell werben möchte, kann das <a href="http://www.bildblog.de/werben-auf-bildblog/">hier tun</a>.</p>
<p>&#8230; allen finanziellen Unterstützern, sei es nun per Flattr oder Paypal.</p>
<p>&#8230; im Besonderen natürlich Peter Hogenkamp und Stefan Niggemeier, die diese Rubrik überhaupt ermöglicht haben und ermöglichen.</p>
<p>Dazu ist erschienen:</p>
<p><a href="http://meedia.de/internet/bildblog-links-fuenf-jahre-6vor9/2011/08/01.html">&#8220;Bildblog-Links: fünf Jahre 6vor9&#8243;</a> (meedia.de, Marc Reichwein)<br />
<a href="http://www.journalist.de/aktuelles/meldungen/fuenf-jahre-6-vor-9.html">&#8220;Fünf Jahre 6 vor 9&#8243;</a> (journalist.de, Svenja Siegert)<br />
<a href="http://blog.blogwerk.com/2011/08/02/6-vor-9-feiert-fuenfjaehriges-jubilaeum/">«6 vor 9» feiert fünfjähriges Jubiläum</a> (blog.blogwerk.com, Martin Weigert)<br />
<a href="http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2011/08/02/urgro%C3%9Fmutter-beuys-jonglierk%C3%BCnste">&#8220;Urgroßmutter, Beuys, Jonglierkünste&#8221;</a> (evangelisch.de, Matthias Dell)</p>
<p><small>Bild: Hypnotischer Kuchen, <a href="http://www.flickr.com/photos/probesz/4941642889/">Flickr/probesz</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC BY-SA-Lizenz</a></small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Manifest auf dem Silbertablett</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/07/25/ein-manifest-auf-dem-silbertablett/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 10:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Terrorist, der in Norwegen am Freitagnachmittag fast 100 Menschen umgebracht hat, füttert die Medien in eigener Sache. Die Journalisten verhalten sich genau so, wie er sich das vorgestellt hat.

Der Anschläge in Norwegen vom letzten Freitag haben fast 100 Opfer gefordert. Es ist nicht die Tat eines verwirrten Amokläufers, sondern eine kaltblütige, genau geplante ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Terrorist, der in Norwegen am Freitagnachmittag fast 100 Menschen umgebracht hat, füttert die Medien in eigener Sache. Die Journalisten verhalten sich genau so, wie er sich das vorgestellt hat.</strong></p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Bild-am-Sonntag.png" alt="Bild am Sonntag" title="Bild am Sonntag" width="200" height="284" class="alignleft size-full wp-image-6506" />Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011">Anschläge in Norwegen</a> vom letzten Freitag haben fast 100 Opfer gefordert. Es ist nicht die Tat eines verwirrten Amokläufers, sondern eine kaltblütige, genau geplante Exekution. Gemordet hat einer, für den die Leben seiner Opfer und ihrer Angehörigen keine Relevanz haben, dem es einzig und allein um die Auswirkungen seiner auf maximalem Narzissmus und Fanatismus gegründeten Tat geht.</p>
<p>Es bleibt, alle, die politische Ziele haben, an das Vorgehen in einer Demokratie zu erinnern: Man bringt nicht den um, der eine andere Meinung hat, sondern man diskutiert mit dem politischen Gegner &#8211; das Volk entscheidet dann, welchem Kandidaten, welcher Seite einer Abstimmungsvorlage sie ihre Stimme geben möchte.<br />
<span id="more-6463"></span><br />
<img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Berliner-Kurier.jpg" alt="Berliner Kurier" title="Berliner Kurier" width="200" height="275" class="alignright size-full wp-image-6505" />Die Tat ist eine PR-Aktion für sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011#.E2.80.9EManifest.E2.80.9C">2083-Manifest</a> (&#8220;A European Declaration Of Independence&#8221;) &#8211; was ihm wichtiger war, die Tötungen oder die Verbreitung seines Werks, darüber lässt sich nur spekulieren.</p>
<p>Das hinterlassene Manifest beginnt mit einer genauen Anleitung, wie es verbreitet und weitergeleitet werden soll, mit dem nachdrücklichen Vorschlag, es auch zu übersetzen und auf Papier zu drucken. Und es endet, als wäre es eine einzige, überdimensionierte Pressemitteilung, mit mehreren, zum Teil recht absurden Pressefotos (ein Foto zeigt ihn in einem Taucheranzug mit Waffe, ein anderes in einem Ganzkörper-Schutzanzug).</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Hamburger-Morgenpost.jpg" alt="Hamburger Morgenpost" title="Hamburger Morgenpost" width="200" height="270" class="alignleft size-full wp-image-6502" />Wie verhalten sich die Medien? Natürlich genau so, wie sich das der Täter vorgestellt hat. Sie drucken seine Fotos dankbar ab, setzen ihn inklusive Waffe auf die Titelseite, versehen ihn mit Namen: &#8220;blonder Teufel&#8221; (Bild), &#8220;Teufel von Oslo&#8221; (tz), &#8220;Bestie&#8221; (Express), &#8220;Mord-Maschine&#8221; (Berliner Kurier).</p>
<p>Fast alle Zeitungen entscheiden sich am Montag dazu, die Tragödie vom Freitagnachmittag auf der Titelseite zu setzen. Neben wenigen kreativen Titeln lautet die Standardschlagzeile &#8220;Norwegen weint&#8221; oder, etwas weniger doof, &#8220;Norwegen trauert&#8221;. <a href="https://twitter.com/#!/patrik_mueller/status/95389134381789184">Auch in der Schweiz</a>.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Abendzeitung.jpg" alt="Abendzeitung" title="Abendzeitung" width="200" height="299" class="alignright size-full wp-image-6503" />Das hinterlassene Dokument im Umfang von rund 1500 Seiten wird nun von Tausenden, wenn nicht Millionen Journalisten, Bloggern, Interessierten gelesen und ausgewertet. Sie werden so mit Informationen versorgt, die sie zuvor vielleicht noch nie gelesen haben, und, so hofft der sich der Täter vermutlich, irgendwie hängenbleiben.</p>
<p>Natürlich haben die Journalisten dabei ein ungutes Gefühl, als besondere moralische Tat verweigern sie dem Dokument in aller Regel den Link &#8211; wer am hinterlassenen Dokument oder am hinterlassenen Video interessiert ist, muss sich schon selbst auf die Suche machen.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/tz.jpg" alt="tz" title="tz" width="200" height="291" class="alignleft size-full wp-image-6504" /><br />Die Hinterlassenschaften sind nicht überraschend: Im Video sind die üblichen, langweiligen Bilder und Karikaturen zu sehen, die Weltverschwörungs-Blogs eben so füllen &#8211; abwechselnd mit Mittelalter-Kampfbildern und stilisierten Texttafeln ziehen sie vorbei zu kitschiger Musik. Sollte jemand tatsächlich vor haben, die 1500 Seiten des Manifests zu lesen, wird er darin, so meine Spekulation, etwa das finden, was die letzten Jahre in solchen Blogs zu lesen war. Eine inhaltliche Zusammenfassung könnte lauten, dass er sich wünscht, die Länder in Europa würden sich vermehrt isolationistisch verhalten &#8211; als Vorbilder werden Japan und Südkorea genannt.</p>
<p>Der Wunsch des Terroristen, sich ganz für &#8220;die Sache&#8221; hinzugeben, ist unübersehbar. Hier war ein Mensch am Werk, der, in gewissen Kreisen und wenigstens für ein paar Jahrhunderte, &#8220;unsterblich&#8221; werden wollte, eine Art heroische Kultfigur revolutionären Widerstands, das alte Lied. Die Medien, deren Berichterstattung nach einem Anschlag eines solchen Ausmasses absehbar ist, geben ihr Bestes, damit das auch gelingt. Alles, was vom Täter für sie vorbereitet wurde, wird breit ausgewalzt, vom einen Satz im Twitter-Konto bis zum 1500-Seiten-Manifest.</p>
<p><a href="http://www.meyerwerbung.ch/">Thomas Meyer</a> schreibt <a href="http://www.facebook.com/thomasmeyerzuerich#!/thomasmeyerzuerich/posts/247378708614810">auf Facebook</a>:</p>
<blockquote><p>Die Tatsache, dass man auch einen Massenmord begehen kann, um über Nacht Weltruhm zu erlangen, ist hauptsächlich den Medien geschuldet. Artig zeigen sie jedes Bild und zitieren jede Aussage.</p></blockquote>
<p>Die Verantwortung dafür wollen sie natürlich nicht tragen, <a href="http://medienwoche.ch/2011/07/08/die-rechnung-fur-die-panikmache/">wie sie auch keine Verantwortung für Folgekosten ihrer Berichterstattung tragen wollen</a>.</p>
<p>Nein, einen solchen Terroranschlag soll man nicht totschweigen. Aber es ist ein Fakt, dass ein Massenmörder nach seiner Tat von den Medien wochenlang &#8220;gefeiert&#8221; wird. Ob im negativen Sinne oder nicht &#8211; hat das eine Relevanz für den Täter?</p>
<p><small>Bilder: Titelseiten deutscher Boulevardzeitungen von Samstag und heute Montag, via <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&#038;g2_itemId=167972&#038;g2_albumtitle=Titelblaetter+vom+25.+Juli+2011&#038;mediamode=">meedia.de</a>.</small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was für den &#8220;Schweizer Journalist&#8221; sehr kalt ist</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/07/06/was-fur-den-schweizer-journalist-sehr-kalt-ist/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 18:22:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Zeitschrift "Schweizer Journalist" gibt es jeweils auf Seite 7 ein Thermometer namens "Thermomedia" mit den Kategorien "Heiss", "Warm", "Kalt" und "Sehr kalt".

"Sehr kalt" war in der Ausgabe #4/5 das:



Und "sehr kalt" war in der Ausgabe #6/7 das:



Man könnte darauf kommen, dass Diskussionen im Web bedeutungslos sind und dass es sich, "sehr kalt", ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Zeitschrift &#8220;Schweizer Journalist&#8221; gibt es jeweils auf Seite 7 ein Thermometer namens &#8220;Thermomedia&#8221; mit den Kategorien &#8220;Heiss&#8221;, &#8220;Warm&#8221;, &#8220;Kalt&#8221; und &#8220;Sehr kalt&#8221;.</p>
<p>&#8220;Sehr kalt&#8221; war in der Ausgabe #4/5 das:</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Schweizer-Journalist-Ausriss.jpg" alt="Ausriss &quot;Schweizer Journalist&quot;" title="Ausriss &quot;Schweizer Journalist&quot;" width="500" height="261" class="alignnone size-full wp-image-6434" /></p>
<p>Und &#8220;sehr kalt&#8221; war in der Ausgabe #6/7 das:<br />
<span id="more-6433"></span><br />
<img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Ausriss-Schweizer-Journalist-2.jpg" alt="Ausriss &quot;Schweizer Journalist&quot;" title="Ausriss &quot;Schweizer Journalist&quot;" width="500" height="299" class="alignnone size-full wp-image-6435" /></p>
<p>Man könnte darauf kommen, dass Diskussionen im Web bedeutungslos sind und dass es sich, &#8220;sehr kalt&#8221;, weder lohnt, mitzulesen noch mitzudiskutieren. Nun ja, so eine Meinung kann man haben. Man sollte dazu aber auch wissen, dass das heisseste, was interaktiv auf der Website <a href="http://www.schweizer-journalist.ch/">schweizer-journalist.ch</a> möglich ist, das Klicken der Google-Ads ist. </p>
<p>Übrigens, falls Sie das Gefühl hatten, die Story auf Seite 8 im neuen Heft bereits gelesen zu haben, <a href="http://www.presseverein.ch/2011/04/hier-wahlt-der-chef-noch-selbst-aus/">dann liegen Sie vielleicht gar nicht so falsch</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Verlust des Grundsätzlichen</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/05/24/der-verlust-des-grundsatzlichen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 10:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In unserer immer besser und immer reibungsloser funktionierenden Welt gehen die Grundlagen vergessen.

* * *


In Griechenland und Spanien, bald auch in anderen Ländern, demonstrieren Menschen gegen die Sparmassnahmen der Regierung.

Vergessen oder verdrängt wird dabei, dass diese Regierungen nahezu pleite sind. Es bleibt ihnen also, wenn sie nicht auf einen totalen Bankrott zusteuern wollen, gar ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unserer immer besser und immer reibungsloser funktionierenden Welt gehen die Grundlagen vergessen.</strong></p>
<p><center>* * *</center><br />
<img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Sitzende-Menge-in-Saragossa.jpg" alt="Sitzende Menge in Saragossa" title="Sitzende Menge in Saragossa" width="500" height="299" class="alignnone size-full wp-image-6235" /></p>
<p>In Griechenland und Spanien, bald auch in anderen Ländern, demonstrieren Menschen gegen die Sparmassnahmen der Regierung.</p>
<p>Vergessen oder verdrängt wird dabei, dass diese Regierungen nahezu pleite sind. Es bleibt ihnen also, wenn sie nicht auf einen totalen Bankrott zusteuern wollen, gar nichts anderes übrig, als zu sparen.</p>
<p>Und auch wenn sie nicht sparen wollen: Organisationen, die nahe an der Pleite sind, verlieren überall ihren Handlungsspielraum. Die deutschen Bundesländer Berlin, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein werden wegen einer <a href="http://www.tagesschau.de/inland/stabilitaetsrat110.html">&#8220;drohenden Haushaltsnotlage&#8221;</a> überwacht &#8211; es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ganz ihre Souveränität verlieren. Kaum noch Handlungsspielraum haben inzwischen auch die europäischen Schuldenstaaten Griechenland, Irland und Portugal. Andere werden folgen.</p>
<p>Auf längere Frist wird so die Demokratie und der Föderalismus ausgehebelt &#8211; de facto entscheidet ein undurchsichtiges Konglomerat aus Staatsspitzen, Organisationen und Banken.</p>
<p>Die Demonstrationen gegen die Sparmassnahmen sind zwar nachvollziehbar, aber auch sinnlos. Denn es gibt nur zwei Möglichkeiten: Es wird gespart. Oder es droht der Bankrott. Alle anderen möglichen Massnahmen liegen irgendwo dazwischen &#8211; sie werden nicht zu einer Verbesserung der Situation führen. Es sei denn, die Wirtschaft dieser Länder erholt sich. Dazu bräuchte es (kurzfristig) aber schon sowas wie ein Wunder.<br />
<span id="more-6197"></span><br />
<center>* * *</center></p>
<p>In Griechenland und Spanien, bald auch in anderen Ländern, demonstrieren Menschen, weil sie keine Jobs haben.</p>
<p>Vergessen oder verdrängt wird dabei, dass es ohne starke Wirtschaft keine Jobs geben kann. Ziemlich verwirrend ist (nur für mich?), dass dabei sozialistisch orientierte Jugendliche gegen Regierungen demonstrieren, die sich zum Teil sozialistisch verkaufen, mit Sicherheit aber so benehmen. Falls jemand Einspruch erheben will: Welche europäische Regierung hat die letzten zehn oder zwanzig Jahre Kosten eingespart und diese Einsparungen durch Steuersenkungen an ihre Bürger weitergeleitet?</p>
<p>In mehrheitlich sozialistischen Systemen ist eine schwache Wirtschaft vorprogrammiert. Es gibt tatsächlich Fälle, in denen die Industrie so stark ist, dass sie in der Lage ist, über Jahrzehnte sehr hohe Steuern zu bezahlen. In einer globalen Wirtschaft klappt das aber auf lange Frist nicht.</p>
<p><center>* * *</center></p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Guttenberg-und-Journalisten.jpg" alt="Guttenberg und Journalisten" title="Guttenberg und Journalisten" width="500" height="326" class="alignnone size-full wp-image-6226" /></p>
<p>Die Universität Bayreuth hat Karl-Theodor zu Guttenberg für eine Doktorarbeit, die nur zu einem kleinen Teil nicht abgeschrieben war (<a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Übersicht auf Guttenplag</a>) die bestmögliche Note verliehen, ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Summa_cum_laude#Deutschland">&#8220;Summa cum laude&#8221;</a>.</p>
<p>Erst nachträglich und durch den Druck aus dem Web wurde Guttenberg der Doktortitel aberkannt. Die Doktorväter, die die zusammenkopierte Arbeit mit höchstem Lob überschütteten und denen der Betrug nicht aufgefallen war, sehen für sich keine Mitverantwortung und ziehen darum auch keine Konsequenzen. Sie werden auch nicht dazu gezwungen, Konsequenzen zu ziehen.</p>
<p>Ja, wer kann denn auch von einem Professor erwarten, dass er eine Suchmaschine zu bedienen weiss?</p>
<p><center>* * *</center></p>
<p>In einem Interview, das der &#8220;Sonntag&#8221; kürzlich mit dem Schweizer Vizekanzler und Bundesratssprecher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Simonazzi">André Simonazzi</a> führte, kam dieser auf eine Petarde zu sprechen, die am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos in einem Hotel explodierte:</p>
<blockquote><p>Auf allen Online-Portalen wurde sehr schnell die Falschmeldung kolportiert, sie sei im Hotel explodiert, wo die Bundesräte logierten. Dies einzig aufgrund des Bekenntnisschreibens der Gruppierung. Die Online-Medien verifizierten die Meldung nicht. Alle Online-Portale übernahmen diese Falschmeldung. Weltweit, ohne sie zu verifizieren. Sogar die Schweizer Depeschenagentur. Der Haken: Seit zwei Jahren logieren die Bundesräte in einem anderen Hotel.</p></blockquote>
<p>So leicht also pflanzt sich ein Vorgang, der so gar nicht stattgefunden hat, fort und nistet sich für immer (falsch) in die Archive, in die Geschichtsschreibung ein. Auf <a href="http://www.bildblog.de/">Bildblog.de</a> sind solche und ähnliche Fälle, die deutschsprachige Medien produzieren, jede Woche nachzulesen.</p>
<p>Zwar ist es für den Kunden eine schöne Serviceleistung, wenn ihn Meldungen sehr schnell erreichen. Viel wichtiger aber ist, dass sich das, was gemeldet wird, auch so zugetragen hat. Denn wenn die Realität anders ist als in der Meldung beschrieben, ist sie nicht nur unnütz, sondern auch schädlich, sowohl für den Verbreiter, als auch für den Empfänger.</p>
<p><center>* * *</center></p>
<p>Eine Jury, besetzt mit den <strike>besten</strike> bekanntesten Journalisten Deutschlands hat einem Autor des &#8220;Spiegel&#8221; den Henri-Nannen-Preis in der renommiertesten Kategorie verliehen &#8211; und dann einen Tag darauf wieder aberkannt. Weil der Autor eine Szene, in der er nicht dabei war, so dargestellt hat, dass nicht wenige Leser den Eindruck hatten, er sei selbst dabei gewesen.</p>
<p>Es wäre für alle Beteiligten, vor allem aber für den Autor, besser gewesen, wenn diese durchaus strittige Frage vor der Preisverleihung erörtert worden wäre. Denn so wandelte sich der Preis für den Autor in eine (meine Erachtens völlig unangemessene) Strafe. René Pfister erklärte in einem <a href="http://www.reporter-forum.de/index.php?id=117&#038;tx_rfartikel_pi1[showUid]=502&#038;cHash=7fd7186b8491fd38946eb28a709b9009">Interview</a>:</p>
<blockquote><p>Die Jury hat sich am vergangenen Freitag entschieden, mir die größte Ehre zukommen zu lassen, die in Deutschland einem Reporter zukommen kann. Dann wurde der Preis in eine Strafe verwandelt, und die Jury hat es nicht einmal für nötig erachtet, mich anzuhören. Kurz bevor die Entscheidung der Jury bekannt gegeben wurde, meldete sich ihr Sekretär bei mir und bot mir an, der Aberkennung zuvorzukommen, indem ich den Preis freiwillig zurückgebe. Meine Bitte, mich persönlich vor dem Gremium äußern und verteidigen zu dürfen, wurde abgeschlagen. Das widerspricht allen Regeln der Fairness.</p></blockquote>
<p><center>* * *</center></p>
<p>Die Fälle sind alle gleich: Eine staunende Menge ist und wird begeistert von einem Schein, der golden, glänzend, proper, schön, auszeichnungsfähig, wunderbar ist.</p>
<p>Doch dann kratzt ein Ereignis den Lack auf. Eine erste rostige Stelle wird entdeckt, dann eine zweite, eine dritte, eine vierte und irgendwann sieht sich die Menge konfrontiert mit einer furchtbaren Ruine, an der gar nichts mehr golden, glänzend, proper, schön, auszeichnungsfähig, wunderbar ist. Das Versprechen &#8220;Reichtum für alle&#8221; kann offenbar doch nicht eingelöst werden. Ein Verteidigungsminister ist also doch nur ein Mensch und kein Alleskönner. Nicht nur Blogger, auch etablierte Medien plappern einander ungeprüft nach.</p>
<p>Eine ehemals staunende Menge wandelt sich zu einer wütenden Menge. Nur weiss sie gar nicht, wohin mit ihrem Zorn. Denn:</p>
<ul>
<li>Hat sie nicht selbst jene gewählt, die den Staat ausbauten, bis er nur noch durch masslose Schulden zu finanzieren war?</li>
<li>Hat sie nicht selbst jene gewählt, die die Wirtschaft mit so hohen Steuern belasten, dass diese flüchtet und sogar betrügt?</li>
<li>Bewundert sie nicht nach wie vor Professoren und Doktoren, die gar keine sein dürften?</li>
<li>Konsumiert sie nicht weiter jene Medien, die sie immer und immer wieder mit Falschmeldungen versorgen?</li>
</ul>
<p>Einen einfachen Ausweg aus der Situation gibt es nicht. In einer Demokratie müssen die Bürger jemanden wählen und müssen sich darüber in den Medien informieren. Und ja, es gibt seriöse Politiker und seriöse Medien.</p>
<p>Als gutes Werkzeug, um Politiker, die das Blaue vom Himmel versprechen, im Zaum zu halten, hat sich die <a href="http://www.direktedemokratie.com/">Direkte Demokratie</a> bewährt. Die Schweizer Bürger sind unter anderem (noch) nicht von der Schuldenkrise betroffen, weil sie in einer <a href="http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/20011202/index.html">Volksabstimmung 2001</a> mit einer Mehrheit von 84.7 Prozent einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_%28Schweiz%29">Schuldenbremse</a> zugestimmt haben, die von Schweizer Politikern auch tatsächlich befolgt wurde.</p>
<p>Indirekt trifft die kommende Krise aber alle. Wichtig ist jetzt eine Besinnung auf die Grundlagen, in allen Bereichen &#8211; und die muss jeder für sich finden. Wohin abgehobene Versprechungen, gepaart mit mangelnder Kontrolle, führen, wird von Tag zu Tag offenkundiger.</p>
<p><small>Sitzende Menge in Saragossa, <a href="http://www.flickr.com/photos/petaqui/5745209345/">Flickr/petaqui</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.en">CC BY-ND-Lizenz</a></small><br />
<small>Zu Guttenberg und die Journalisten, <a href="http://www.flickr.com/photos/augustinfotos/5136780253/">Flickr/augustinfotos</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.en">CC BY-ND-Lizenz</a></small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Individuelle Fake-Inhalte&#8221;</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/05/23/individuelle-fake-inhalte/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 07:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Freitag rätsle ich, was genau die Bauer Media KG in ihrem Zielgruppenangebot auf Turi2 anpreist:



Irgendwie schmerzt jede Frage, die mir dazu in den Sinn kommt: Was ist mit der Glaubwürdigkeit von Inhalten? Was ist mit der Trennung von Inhalten und Werbung? Ist das die Zukunft der Werbung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Freitag rätsle ich, was genau die Bauer Media KG in ihrem <a href="http://www.turi2.de/2011/05/19/kampagne-woche-allianz-laesst-fanschal-stricken-11180718/">Zielgruppenangebot auf Turi2</a> anpreist:</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Fake-Inhalte.jpg" alt="Screenshot turi2.de" title="Screenshot turi2.de" width="500" height="246" class="alignnone size-full wp-image-6202" /></p>
<p>Irgendwie schmerzt jede Frage, die mir dazu in den Sinn kommt: Was ist mit der Glaubwürdigkeit von Inhalten? Was ist mit der Trennung von Inhalten und Werbung? Ist das die Zukunft der Werbung?</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie der Inhalt in die Beilagen kommt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Adastra Medien GmbH aus Zürich produziert Themenbeilagen für Schweizer Tageszeitungen, zum Beispiel für den "Blick" oder den "Tages-Anzeiger". Gedruckt wird im Ringier-Verlag (siehe Partner):

Für diese Beilagen sucht die Firma derzeit Schreibkräfte. Interessierte sollten dabei "nicht die fetten Gehälter" erwarten, wie im derzeit aktiven Inserat auf der Plattform ronorp.ch zu erfahren ist:



(Screenshot ronorp.ch, Markierungen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://adastra-medien.ch/">Adastra Medien GmbH</a> aus Zürich produziert Themenbeilagen für Schweizer Tageszeitungen, zum Beispiel für den &#8220;Blick&#8221; oder den &#8220;Tages-Anzeiger&#8221;. Gedruckt wird im Ringier-Verlag (siehe <a href="http://adastra-medien.ch/Partner">Partner</a>):</p>
<p>Für diese Beilagen sucht die Firma derzeit Schreibkräfte. Interessierte sollten dabei &#8220;nicht die fetten Gehälter&#8221; erwarten, wie im derzeit aktiven <a href="http://www.ronorp.ch/basel/inserate/marketing-medienjobs-biete.75/schreibkraft-auf-abruf.149810">Inserat auf der Plattform ronorp.ch</a> zu erfahren ist:</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Anzeige-Ron-Orp.jpg" alt="Anzeige Ron Orp" title="Anzeige Ron Orp" width="500" height="284" class="alignleft size-full wp-image-6123" /></p>
<p><small>(Screenshot ronorp.ch, Markierungen von mir, via <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/002828.html">medienspiegel.ch</a>)</small></p>
<p><strong>Nachtrag, 20 Uhr:</strong> Das Inserat ist nun nicht mehr auf ronorp.ch verfügbar.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Interview mit Frau Freitag</title>
		<link>http://blog.ronniegrob.com/2011/03/13/interview-mit-frau-freitag/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 17:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Namen Frau Freitag schreibt eine Gesamtschullehrerin eines der unterhaltsamsten deutschsprachigen Blogs. Nun sind die Blogeinträge auf fraufreitag.wordpress.com auch als Buch erschienen.

Warum ich das, was Frau Freitag macht, bemerkenswert finde, habe ich vor einem Jahr schon mal aufgeschrieben. Weil ich wissen wollte, wer sich hinter der Figur verbirgt, fragte ich Frau Freitag, ob ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter dem Namen Frau Freitag schreibt eine Gesamtschullehrerin eines der unterhaltsamsten deutschsprachigen Blogs. Nun sind die Blogeinträge auf <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/">fraufreitag.wordpress.com</a> auch als Buch erschienen.</strong></p>
<p>Warum ich das, was Frau Freitag macht, bemerkenswert finde, <a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/05/24/arschlochkind-ein-jahr-frau-freitag/">habe ich vor einem Jahr schon mal aufgeschrieben</a>. Weil ich wissen wollte, wer sich hinter der Figur verbirgt, fragte ich Frau Freitag, ob ich ihr ein paar Fragen stellen darf. Ich durfte.</p>
<p><center>* * *</center></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373992/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&#038;tag=ronniegrobcom-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3548373992"><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Frau-Freitag-189x300.jpg" alt="Frau Freitag" title="Frau Freitag" width="189" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-5988" /></a><em>Was war der Auslöser, um das Weblog zu starten?</em><br />
Als ich nach Lehrerblogs suchte, habe ich nur sehr didaktisch angelegte gefunden. Mein Freund hat mir die Seite dann bei wordpress.com eingerichtet. Ein Jahr lang blieb diese unbenutzt. Irgendwann sagte ein Lehrerfreund: “Fang mal an, sonst wird das zur Lebenslüge.” Geschrieben hab ich schon früher.</p>
<p><em>Warum der Name &#8220;Frau Freitag&#8221;?</em><br />
Weil Freitag so ein schöner Tag ist. Mit dem Freitag beginnt das Wochenende. Ursprünglich wollte ich einen lehrertypischen Doppelnamen verwenden, letztendlich ist es aber bei Frau Freitag geblieben.</p>
<p><em>Warum bloggst Du nicht mit Deinem richtigen Namen?</em><br />
 Es weiß nur ein kleiner Kreis von Leuten, dass ich dieses Weblog schreibe. Weil ich nicht will, dass meine Schule da schlecht dabei weg kommt. Und es würde mich hemmen, wenn ich wüsste, dass meine Kollegen wissen, was ich blogge.</p>
<p><em>Wissen Deine Schüler, dass Du Frau Freitag bist?</em><br />
Nein, natürlich nicht. Das wäre ja jeden Tag eine Debatte.</p>
<p><span id="more-5983"></span><em>Doch Deine Schüler sind befreundet mit Dir auf Facebook. Wie geht das zusammen?</em><br />
Auf Facebook habe ich eine Lehrerexistenz eingerichtet, weil ich vermehrt Freundschaftsanfragen von meinen Schülern erhalten habe. Ich bin dort mit meinem Nachnamen angemeldet, als “Frau xxx”.</p>
<p><em>Wie viel Zeit wendest Du für das Weblog auf?</em><br />
Etwa 30 bis 60 Minuten pro Tag. Ausser in den Ferien und am Wochenende schreibe ich ja jeden Tag einen Blogbeitrag. Viele Beiträge sind direkt nach der Schule entstanden, zuhause am Schreibtisch. Dieses spontane Bloggen von frischen Erlebnissen wirkte auf mich oft reinigend.</p>
<p><strong><big>«Sie sind ja gerne an der Schule, sie gehen nur nicht gerne in den Unterricht.»</big></strong></p>
<p><em>Was sind die grössten Probleme, mit denen Du an der Schule konfrontiert bist?</em><br />
1. Es sind zu viele Schüler in den Lerngruppen. Alles, was über 15 Leute geht, ist zu viel. Meistens sind es 25 oder mehr.<br />
2. Die Zusammensetzung der Schüler an der Schule: Es gibt zu wenige Schüler, die an Leistungen, an einem guten Schulabschluss interessiert sind. Wenn es in den Klassen cool ist, nicht zu lernen, dann ist es schwierig, die Schüler zum Arbeiten zu bewegen.<br />
3. Ich habe zu wenig Zeit für die Schüler. Es sollte weniger Unterrichtsverpflichtung geben. Statt 26 Pflichtstunden würde es besser nur 20 geben. Den Rest sollten die Lehrer mit den Schülern verbringen.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/1-Jahr-Frau-Freitag-500x128.png" alt="Frau Freitag" title="Frau Freitag" width="500" height="128" class="aligncenter size-large wp-image-4551" /></p>
<p><em>Was sind die grössten Probleme Deiner Schüler und Schülerinnen?</em><br />
Sie tun zu wenig. Sie fehlen zu viel. Sie nehmen Angebote und Hilfsmöglichkeiten oft nicht wahr. Sie haben Angst vor der eigenen Zukunft, vor dem selbständig werden. Es gibt zu wenige positive Vorbilder in ihrem Umfeld. Besonders oft versäumt wird die erste Stunde am Morgen (was nicht immer die Schuld der Schüler ist).</p>
<p>Wenn es nach denen geht, könnten sie ihr Leben lang an der Schule verbringen. Da ist es warm, da haben sie ihre Freunde, da wird für sie gesorgt, da ist etwas los. Sie sind ja gerne an der Schule, sie gehen nur nicht gerne in den Unterricht. Sie bleiben dann an der Schule und stehen im Hof rum. Eine Freundin von mir sagt immer: “Die Schule ist für sie ein gemütlicher, warmer Pantoffel.”</p>
<p><em>Wie ist die Rolle der Eltern?</em><br />
Die sind bemüht, wollen helfen, verstehen aber das Schulsystem nicht immer richtig. Es fehlt das Verständnis, worauf es ankommt. Ich wünschte mir mehr Mitarbeit, denn an der Kommunikation liegt es nicht: Wer kein Deutsch kann, bringt einen Übersetzer mit.</p>
<p><strong><big>«Es ist angesagt, einen Migrationshintergrund zu haben.»</strong></big></p>
<p><em>Wie stehst Du zur von Familienministerin Schröder aufgeworfenen Debatte zur Deutschenfeindlichkeit?</em><br />
Von meinen 26 Schülerinnen und Schülern sind etwa 3 bis 4 “Urdeutsche”. Die finden sich auf dem Schulhof und stehen dann zusammen rum. Eine klare Trennung gibt es aber keine, Freundschaften gibt es in allen Variationen. Tatsächlich ist es aber angesagt, einen Migrationshintergrund zu haben.</p>
<p><em>Wie stehst Du zur sogenannten “Integrationsdebatte” rund um das Buch von Sarrazin? Und wie stehst Du zu Frau Sarrazin, die ja auch Lehrerin ist?</em><br />
Ich habe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_schafft_sich_ab">“Deutschland schafft sich ab”</a> nicht gelesen. Aber ich wundere mich, wie Sarrazin auf seine Weisheiten kommt und frage mich, welche Migranten er kennt. Ich vermute, vieles im Buch kommt von seiner Frau, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass er in der Bundesbank viel mit Migranten zu tun hatte. Ursula Sarrazin stelle ich mir als Lehrertyp “harter Hund” vor. Wenn sie so streng ist, finde ich es etwas fraglich, dass sie an der Grundschule arbeitet. Aber wahrscheinlich wird sie falsch verstanden und ist eigentlich nur sehr konsequent.</p>
<p>Ganz gut dagegen finde ich viele Ideen von Heinz Buschkowsky [der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln]. Das ist mal ein Gegensatz zu Sarrazin &#8211; denn der weiss wenigstens, wovon er redet. Ich hätte lieber ein Buch von ihm gelesen. Zum Beispiel könnte man bei Schulschwänzern schneller strafen, also Schulversäumnisanzeigen verteilen, die auch Geld kosten. Noch besser wäre es, Anreize zu schaffen: Also das Kindergeld dann auszahlen, wenn der Schulbesuch stattfindet.</p>
<p><em>Du bist also keine strenge Lehrerin?</em><br />
Ich würde mich selbst gerne als strenge Lehrerin einschätzen, doch leider bin ich etwas zu leicht zu bequatschen. Ich möchte auch gar nicht streng sein, sondern nur konsequent. Bei strengen Lehrern herrscht Ruhe, aber damit hat man noch nichts erreicht. Gelernt haben die Schüler da noch nichts und in der nächsten Stunde kann alles wieder ganz anders sein. Viel hat mit dem grundsätzlichen Respekt zu tun: Wenn die Schüler merken, dass man sie mag und vor allem respektiert, dann sind sie grundsätzlich auch respektvoll gegenüber den Lehrern. Man kann und muss ja auch in denen, die Terror machen, etwas Liebenswertes entdecken.</p>
<p><strong><big>«Es funktioniert einfach nicht, wenn die Mehrheit der Schüler in der Klasse nicht leistungswillig ist.»</strong></big></p>
<p><em>Wie würdest Du die Stimmung an Deiner “Problemschule” umschreiben?</em><br />
Es wäre ja furchtbar, wenn die Stimmung jeden Tag unterirdisch wäre. Grundsätzlich ist sie ganz gut, ich geniesse es, dass da was los ist. Ein Problem ist, dass unter dem Namen “Reform” immer mehr Anforderungen an die Lehrer gestellt werden. Die gesamte Verantwortlichkeit wird an so die Schulen gelegt. Wir müssen viel auffangen, was zu Hause nicht geleistet wird.</p>
<p>Ich bin dafür, das Gymnasium abzuschaffen und eine normale Drittelung für alle Schüler einzuführen. Es funktioniert einfach nicht, wenn die Mehrheit der Schüler in der Klasse nicht leistungswillig ist.</p>
<p><em>Den YouTube-Videos nach, die Du den Beiträgen voranstellst, hast Du einen breiten Musikgeschmack. Wie lange nimmst Du Dir Zeit für die Musikauswahl?</em><br />
Manchmal dauert es länger, ein passendes Video zu finden, als einen Blogtext zu schreiben. Ich bin schon auch ein Musikfan.</p>
<p><em>Es gibt viele Kommentare in deinem Weblog. Konntest Du daraus auch schon mal was für die tägliche Arbeit entnehmen?</em><br />
Die Tipps für den Unterricht sind oft etwas naiv. Ich bin schon 10 Jahre Lehrerin, da hat man schon einiges durchprobiert. Viele Probleme haben nichts mit dem Grundsätzlichen zu tun, sondern entstehen aus dem Stress heraus.</p>
<p>Ich schätze vor allem den Zuspruch und die Anteilnahme meiner Leser. Und ich bin überrascht, dass ich so viele Leser gekriegt habe, ohne aktiv etwas zu unternehmen.</p>
<p><center>* * *</center></p>
<p>Das Buch ist seit Freitag im Handel und bereits jetzt in den Top 1000 von Amazon. Inhaltlich ist nicht viel anderes zu erwarten wie im Blog, wie die Autorin auch gern <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2011/03/12/it-was-a-joke-sorry-for-pulling-your-legs/">zugibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die Texte sind echt ziemlich ähnlich wie im Blog. Etwas anders arrangiert und es gibt ein paar hart erarbeitete Übergänge zwischen den einzelnen Geschichten. Aber nur wenig neues.</p></blockquote>
<p>Ich kenne Frau Freitag übrigens erst seit der Audienz, die sie mir gewährt hat. Dass sie vorerst Frau Freitag bleiben möchte, leuchtet mir völlig ein &#8211; ich werde darum auch keine diesbezüglichen Fragen beantworten. Wer das Interview in sein Angebot übernehmen will, kann sich gerne <a href="http://blog.ronniegrob.com/about/">bei mir melden</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag, 29. Juli 2011: </strong>Inzwischen ist das Buch auf der Top-Position der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/charts/0,1518,458623,00.html">&#8220;Spiegel&#8221;-Bestellerliste</a> der Taschenbücher angekommen.</p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Frau-Freitag-Spiegel-Bestsellerliste.jpg" alt="Frau Freitag auf der &quot;Spiegel Bestsellerliste&quot;" title="Frau Freitag auf der &quot;Spiegel Bestsellerliste&quot;" width="500" height="324" class="alignnone size-full wp-image-6599" /></p>
<p>Kaufen kann man das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373992/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&#038;tag=ronniegrobcom-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3548373992"><strong>hier</strong></a> (Amazon-Affiliate-Link).</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schweizer Journalistengewerkschaften beklagen sich über die Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 21:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weltwoche]]></category>

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		<description><![CDATA[Steinigt ihn, er hat eine Frage gestellt!
Die Schweizer Mediengewerkschaften SSM, syndicom und impressum beklagen sich über einen Journalist, der sich erlaubt, Fragen zu stellen.

Schweizer Mediengewerkschaften protestieren, weil sich eine Zeitschrift erlaubt hat, per E-Mail einigen bei der öffentlich-rechtlichen SRG angestellten Redaktoren Fragen zu stellen.

Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, verschickten sie heute Mittwochmorgen per ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steinigt ihn, er hat eine Frage gestellt!<br />
Die Schweizer Mediengewerkschaften SSM, syndicom und impressum beklagen sich über einen Journalist, der sich erlaubt, Fragen zu stellen.</strong></p>
<p><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/Tim.jpg" alt="Darf ein Reporter Fragen stellen? Die Schweizer Journalistengewerkschaften sind dagegen." title="Darf ein Reporter Fragen stellen? Die Schweizer Journalistengewerkschaften sind dagegen." width="180" height="240" class="alignleft size-full wp-image-5900" />Schweizer Mediengewerkschaften protestieren, weil sich eine Zeitschrift erlaubt hat, per E-Mail einigen bei der öffentlich-rechtlichen SRG angestellten Redaktoren Fragen zu stellen.</p>
<p>Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, verschickten sie heute Mittwochmorgen per E-Mail einen Brief (<a href="http://www.presseverein.ch/uploads/2011/03/Brief_an_Journalisten_02.03.2011.pdf">PDF-Datei</a>) an ihre Medienverteiler, also an ungefähr alle Deutschschweizer Journalisten. Online findet sich ein Hinweis auf den Protest <a href="http://www.ssm-site.ch/de/news/flash11/news240.html">nur bei SSM</a>, dem Syndikat Schweizer Medienschaffender. Bei <a href="http://www.syndicom.ch/">Syndicom</a> und <a href="http://www.impressum.ch/impressum/de/service/Presse.html">impressum</a> scheint man zurückhaltender vorzugehen (oder aber die Solidarität mit dem augenscheinlich federführenden SSM bereits wieder aufgekündigt zu haben).</p>
<p>Im Brief zu lesen ist zum Beispiel das:</p>
<blockquote><p>Die Weltwoche hat einer Anzahl von Journalisten in der SRG per Email Fragen nach deren persönlichem politischem Hintergrund gestellt (Fragen siehe unten). Das Ziel ist klar: Mit einer unklaren Art von Umfrage sollen die Journalisten der SRG als „links“ diffamiert werden.</p>
<p>Die Weltwoche greift damit in die Privatsphäre und die verfassungsmässig garantierten Freiheitsrechte der Journalisten ein. Sie macht die falsche Gleichung, dass jeder Journalist seine professionelle Arbeit nach seinen persönlichen politischen Präferenzen ausrichtet. Wir fragen: wo sind da die Grenzen? Müssen sich in Zukunft Journalisten auch über ihre Religion ausweisen, weil auch religiöse Fragen Gegenstand der journalistischen Arbeit sind?</p></blockquote>
<p><span id="more-5884"></span>Das Schreiben, das &#8220;Weltwoche&#8221;-Redaktor Andreas Kunz per E-Mail verschickte, lautete so:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter ………</p>
<p>Im Nachgang zur Nationalratskandidatur von Tagesschau-Redaktor Matthias Aebischer machen wir bei der Weltwoche eine Umfrage bei den wichtigsten SRF-Info-Redaktoren. Im Sinne einer Herstellung von Transparenz gegenüber den Gebührenzahlern möchten wir Ihnen gerne folgende Fragen stellen:</p>
<p>- Sind Sie Mitglied einer politischen Partei? Und wenn ja, in welcher?<br />
- Waren Sie jemals Mitglied einer politischen Partei? Und wenn ja, in welcher?<br />
- Waren Sie jemals auf eine andere Art und Weise politisch aktiv? Und wenn ja, wie?<br />
- Sind Sie oder waren Sie jemals Mitglied in einer wirtschaftlichen Vereinigung oder einem NGO? Und wenn ja, in welcher?<br />
- Sind Sie oder waren Sie jemals aktives Mitglied in einer gewerkschaftlichen Vereinigung? Und wenn ja, in welcher?</p>
<p>Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Für eine Antwort bis spätestens nächsten Montag wäre ich Ihnen dankbar.</p>
<p>Herzlich<br />
Andreas Kunz, Ressortleitung Gesellschaft<br />
DIE WELTWOCHE</p></blockquote>
<p>Ich halte fest: Journalistengewerkschaften beklagen sich über Journalisten, die Journalisten Fragen stellen. Und Journalistengewerkschaften glauben, ein Journalist, der per E-Mail Fragen verschickt, greife damit in die Privatsphäre der Empfänger ein und vergehe sich an verfassungsmässig garantierten Freiheitsrechten der (anderen) Journalisten.</p>
<p>Alle Journalistinnen und Journalisten, die sich von Fragen belästigt fühlen, möchte ich fragen, wie sie es eigentlich mit sich vereinbaren können, anderen Leuten Fragen zu stellen? Es könnte doch schliesslich sein, dass diese Person lieber nichts dazu antworten möchte und nur schon das Stellen der Frage als Angriff wertet.</p>
<p>Gibt es eine Tätigkeit, die von Journalisten mehr erwartet wird als das Stellen von Fragen? Und ausgerechnet diese Tätigkeit wird angeprangert? Sollten sich Journalistengewerkschaften nicht im Gegenteil dafür einsetzen, dass Journalisten keinesfalls am Stellen von Fragen gehindert werden? Und sich öffentlich erregen, wenn Fragen nicht beantwortet werden?</p>
<p>Ich bin verwirrt: Sind die Schweizer Mediengewerkschaften Partei für jene, die lieber verschleiern möchten als offenlegen? Und haben nicht Organisationen, die von unter Zwang eingezogenen Gebühren finanziert werden, viel mehr eine Verpflichtung, ihren Geldgebern gegenüber transparent zu sein als Verlage, die privat finanziert werden?</p>
<p>Ich halte durchaus für angebracht, Fragen, wie sie Andreas Kunz stellt, zu beantworten. Und wenn man das partout nicht möchte &#8211; gibt es nicht eine klügere Art, auf unliebsame Fragen zu reagieren?</p>
<p>SSM-Zentralsekretär Stephan Ruppen zumindest reagiert auf die Fragen, indem er in einem <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93852">Interview auf persoenlich.com</a> von einer &#8220;Diffamierung von Journalisten&#8221; und einer &#8220;Schnüffelei in der Privatsphäre&#8221; spricht. Auf der <a href="http://www.ssm-site.ch/de/news/flash11/news240.html">Website von SSM</a> ist von &#8220;politischer Gesinnungsschnüffelei&#8221;, von &#8220;Pauschalurteilen und Diffamierungen&#8221; und &#8220;fragwürdigen Methoden&#8221; zu lesen.</p>
<p>Ich sehe das anders: Wenn eine Gesellschaft das Stellen von Fragen nicht mehr zulässt, dann ist die Pressefreiheit in ernsthafter Gefahr. Dass ausgerechnet Mediengewerkschaften das Stellen von Fragen in Frage stellen, schockiert mich.</p>
<p>Mir fallen nur zwei Schlussfolgerungen ein:</p>
<p>1. Wer für die Pressefreiheit ist, kann nicht Teil einer Journalistengewerkschaft sein, die Fragen nicht nur zurückweist, sondern auch noch verurteilt. Solche Organisationen müssen sich sonst den Vorwurf gefallen lassen, nicht im Sinn einer informierten Öffentlichkeit zu agieren.</p>
<p>2. Fragen von Journalisten, die selbst harmlose Fragen zurückweisen und verurteilen, können jederzeit unter Berufung auf die Privatsphäre verweigert werden. Das ist nicht im Sinn einer informierten Öffentlichkeit.</p>
<p>Die Debatte, wie transparent Journalisten sein sollen, wird nicht erst seit meinen Texten <a href="http://medienwoche.ch/2011/02/01/das-marchen-der-objektivitat/">&#8220;Das Märchen der Objektivität&#8221;</a> und <a href="http://blog.ronniegrob.com/2011/02/07/die-politisch-ach-so-neutralen-journalisten/">&#8220;Die politisch ach so neutralen Journalisten&#8221;</a> geführt, sondern schon lange.</p>
<p>Ich mache jetzt mal einen Anfang und <a href="http://blog.ronniegrob.com/author/">veröffentliche meine Interessen und Haltungen</a>. Feedback dazu bitte in die Kommentare oder an ronniegrob@gmail.com.</p>
<p><small>Bild: Reporter Tim an einer Wand in Göppingen, <a href="http://www.flickr.com/photos/dierkschaefer/2568711616/">Flickr/dierkschaefer</a>, CC <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">BY-Lizenz</a></small></p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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