Monatsarchiv für März 2008

 
 

Zitate

Es ist ihm bewusst, dass er aneckt, wenn er im Regen mit der Sonnenbrille aus dem Flugzeug steigt. Aber ich sehe auch die andere Seite. Bei Lazio steigen 23 Spieler im Regen mit der Sonnenbrille aus dem Flugzeug.

Alex Frei, Fussballer, über Valon Berahmi, Sonntag, «Gabe Gottes zum Beruf gemacht»

Unsere Diskussionen endeten meist damit, dass wir uns gegenseitig nach Moskau schickten. Beide hatten wir auf unsere Weise recht: er, weil viele 68er sich nie richtig vom Stalinismus distanzierten; ich, weil Bilder von Schweizer Militärgerichten damals durchaus jenen aus dem Kreml glichen.

Res Strehle, Journalist, dasmagazin.ch, “68, aber lieb

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Boston Dynamics Big Dog

(via 20min.ch)

Zitate

Fußball ohne Tore, das ist wie Tage ohne Sonne.

Alfredo di Stéfano, Fussballer, sueddeutsche.de

Eine einleuchtende Theorie über die Pubertät beschreibt die Pubertät als eine Phase der Verpuppung. Das plappernde, unbeschwert umhertollende Kind spinnt sich eines Tages ein in die Puppe eines wortkargen Jugendlichen, wie eine Raupe. Im Inneren der Puppe finden weitreichende Umbauarbeiten an Körper und Psyche statt. Diese Umbauarbeiten erfordern viel Energie. Die Puppe bewegt sich folglich nur sparsam, sie liegt meistens auf ihrem Bett und chillt, ihre Kontakte mit der Außenwelt beschränken sich im Wesentlichen auf die Sätze “Ich habe Hunger” und “Wir brauchen Milch”. Eines Morgens aber bricht die Puppe auf, und wie ein Schmetterling entsteigt der Puppe ein junger Erwachsener, der seine Flügel ausbreitet und davonfliegt.

Harald Martenstein, zeit.de, “Die Dreiwortsatz-Kommunikation

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Igel ist mein Hase

Dialog an der Haustür, soeben. Es klingelt, ich öffne:

- “Hallo, Igel ist mein Hase, guten Tag!”

- “Hallo”

- “Hab ich das jetzt eben gesagt, Igel ist mein Hase?”

- “Ja”

- “Entschuldigen Sie, ich meinte natürlich ‘Igel ist mein Name’…” (zeigt mir einen Ausweis, darauf steht “Nachname: Igel”). “Ich bin vom Marienhilfswerk Blabla und wir machen in der Nachbarschaft Betreuungsangebote…”

- “Vielen Dank, daran habe ich leider kein Interesse…”

- (hält inne) “Aber Sie haben mich schon verstanden?”

- “Ja”

- “Na dann, Wiedersehen…”

- “Wiedersehen” (Ich schliesse die Türe wieder…)

Zora spürt ihren Follikelsprung

Heute wollte ich mal wieder wissen, wie es eigentlich der heute-Kolumne Zora Off so geht. Es geht ihr gut - die anonyme Schreiberin der Kolumne schreibt noch immer über das, über das sie eigentlich fast immer geschrieben hat: Sex, irgendwie. In der heute-Ausgabe vom 05.03.2008 schreibt sie unter dem Titel “Totale Entblössung“:

Habt ihr schon mal auf der Toilette am Arbeitsplatz masturbiert? Ich schon. Beim alten Arbeitgeber. Dort musste ich manchmal krasse Nachtschichten schieben, war aber so alleine. In dieser Situation übermittelten meine Hormone Sexuelles an mein Hirn. Konnte nicht anders, als an das Eine denken: nadelspitz. Besorgte es mir in etwa 15 Sekunden. Hm.

Ich spüre jetzt eben meine Ovulation. Schade, ist Kirk nicht in der Nähe. Ich würde seinen Ledergurt entschnallen, ihm die Hosen aufknöpfen. (…)

Äh ja. Krasse Nachtschichten werden geschoben, Hormone übermitteln Sexuelles und dann plötzlich passiert es, der Follikelsprung? Die Wikipedia klärt uns folgermassen und ohne Gewähr auf:

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20min.ch heute

20min.ch oben:

20-minuten-gore.png

20min.ch unten:
20-minuten-roche.png

Screenshots: 20min.ch, 06.03.08, 19:05 Uhr.

Cat Content

(via Titanic)

Zitate

Die zwei grössten Hindernisse, um seine Vision in die Tat umzusetzen, sieht der Politologe vor allem in mächtigen Lobbies, denen es um den Erhalt der Steuervergünstigungen für Hypotheken geht, also Baufirmen, Banken, Makler, Hauseigentümer. «Das ist die Hälfte der Bevölkerung», sagt Rabushka mit sichtlicher Resignation. Zweitens ärgert ihn eine unheilige Allianz aus «Akademikern, Hollywood, etablierten Medien und linken Intellektuellen. Sie leben von dem Gedanken, dass Ungleichheit an und für sich ungerecht sei und korrigiert werden müsse. Nein», donnert Rabushka, «das ist sie nicht! Die Basis jeder sozialen Gleichheit besteht aus wirtschaftlicher Freiheit und Wettbewerb.»

Alvin Rabushka über die Hindernisse einer Einführung der Flat Tax. NZZ Folio, Der Flat-Tax-Missionar

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Zitate

Um 1900 ging man davon aus, dass ihre Fähigkeit, im Leben zurechtzukommen, sich von allein entwickelt, und so war es auch. Heute glauben Erwachsene, man müsse den Kindern eine mentale Kompetenz eintrichtern, die weit über das hinausgeht, was sie im Alltag brauchen. Eine Familie geht spazieren, das Kind sieht eine Kuh und ruft: Da ist eine Kuh. Früher hätte man ihm gesagt: Rede nicht, wenn man dich nicht fragt. Heute sagen die Eltern: Sehr gut, Johnny, und wie macht die Kuh? Sie wollen sofort die Neugier stimulieren.

James Flynn, Zeit Wissen, Abstieg in die Dummheit

Der feministische Mann schließt keine Arbeit mit der Begründung aus, dass er ein Mann ist. Meine Männer haben immer mehr im Haushalt gemacht als ich. Mein Mann backt sogar wie eine Weltmeisterin.

Charlotte Roche, Spiegel Online, “Ich bin gar nicht so frech”

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