Zum Glück gibt es immer noch Wochenenden, wo die Supplements der Zeitungen mehr sind als Frauenzeitschriften. Zwei Lesetipps:

Für den Erfolg des FC Bayern München der letzten 30 Jahre ist vor allem einer verantwortlich: Uli Hoeneß. Man muss den Manager, der das vielerorts verbreitete raffgierige Bild dieser Berufskaste nicht recht verkörpern will, nicht mögen. Seine Erfolge muss man aber anerkennen. Und man kann gespannt sein, ob es nach seinem Abgang abwärts geht mit dem Verein.

„Der Videotext, mein Gott“, sagt Hoeneß, „eine Stunde lang saßen Rummenigge, Nerlinger, Hopfner und ich abwechselnd vor meinem Premiere-Decoder, um das Ding anzukriegen, aber wir haben es nicht geschafft. Also mussten wir dauernd auf den blöden Videotext schauen.“

Geordnete Übergabe (sz-magazin.sueddeutsche.de, Andreas Bernard)

Auch lesen sollte man die Geschichte über die von Mozart und Händel begeisterten Menschen in Kinshasa:

„Das erste Konzert liegt 15 Jahre zurück. Laut Maestro Diangienda hatte das Orchester elf Monate vor der Premiere mit den Proben begonnen, in dürftigster Besetzung: zehn kirchenmusikalisch geschulte Autodidakten, vier Violinen, ein Kontrabass. Riss eine Saite, behalf man sich mit Fahrradbremskabeln. Einige Celli kamen dazu, deren korrekte Handhabung sich die Musiker von Fotos abguckten.“

Freude, schöner Götterfunken (zeit.de, Andrea Böhm)

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