Schock-Snack im Gerichtssaal

“Schwangere Brasilianerin von Schweizer Neonazis schwer misshandelt”, schrieb Tagesanzeiger.ch am 11. Februar 2009. Bald darauf stellte sich heraus, dass von dieser Schlagzeile nicht mehr als das Wort „Brasilianerin“ der Wahrheit entsprach.

Die Frau, deren Aussagen das Boulevardportal ungeprüft als Wahrheit hingestellt hat, steht heute wegen „Irreführung der Rechtspflege“ vor dem Bezirksgericht Zürich. Tagesanzeiger.ch scheint ein besonderes Interesse am Fall zu haben, denn anders als sonst hat das Portal mit Simon Eppenberger einen Reporter vor die Tür geschickt.

Und dieser bloggt nun live aus dem Gericht. Was sich zum Beispiel so liest:

Screenshot Tagesanzeiger.ch

Wer das als Anlass sehen will, selbst zu einem Snack zu greifen und den doch stark in persönliche Belange hineingreifenden Prozess zu verfolgen – um 15:30 Uhr soll das Urteil verkündet werden.

Nach eigener Aussage ist Newsnetz, der Online-Auftritt von Schweizer Tageszeitungen wie Tages-Anzeiger, Bund, Berner Zeitung oder Basler Zeitung „der schnellste Qualitätsjournalismus im Netz“.


Kommentare

2 Antworten zu „Schock-Snack im Gerichtssaal“

  1. Das Urteil:

    […] Das Zürcher Bezirksgericht verurteilte sie zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 120 Franken. […]

    (via http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/paula_o_vor_dem_richter_1.4215511.html)

  2. Qualitätsjournalismus auf höchstem Niveau ;-)

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