Monatsarchiv für Januar 2009

 
 

Das Konjunkturpaket der Regierung Obama: Wie 825 Milliarden an die “Wirtschaft” gehen

Nachdem sich der linksliberale Mainstream wie ein Kindergeburtstag über die Wahl von Barack Obama gefreut hat, ist es nun an der Zeit, sich mit den Fakten zu beschäftigen.

Obama. Hype.
Bild: CC Flickr judo10

Journalisten des Wall Street Journal haben das 647-seitige Dokument gelesen, das im Detail darlegt, wofür die unglaublichen 825.000.000.000 US-Dollar ausgegeben werden sollen, die vorgesehen sind, die US-Wirtschaft zu fördern.

Der “Amerikanische Erholungs- und Reinvestitionsplan für 2009 und 2010″, vulgo Konjunkturpaket, beinhaltet, so schreibt es wsj.com, “A 40-Year Wish List”. Eine Wunschliste, die es schaffe, Geld für jeden in den letzten vierzig Jahren von den Demokraten aufgeworfenen Vorschlag auszugeben. Ein politisches Wunder.

We’ve looked it over, and even we can’t quite believe it. There’s $1 billion for Amtrak, the federal railroad that hasn’t turned a profit in 40 years; $2 billion for child-care subsidies; $50 million for that great engine of job creation, the National Endowment for the Arts; $400 million for global-warming research and another $2.4 billion for carbon-capture demonstration projects. There’s even $650 million on top of the billions already doled out to pay for digital TV conversion coupons.

Das klingt wie Subventionen, Subventionen, Subventionen. Und Subventionen stützen nur, was ohne Hilfe nicht überleben könnte. Unter Wirtschaftförderung stelle ich mir etwas anderes vor.

Der Plan ist, damit das Wirtschaftswachstum zu “jumpstarten”. Es geht darum, so whitehouse.gov, über 3 Millionen Jobs zu retten oder zu erzeugen. Indem man investiert in Prioritäten wie Gesundheitswesen, Energie und Bildung. Na dann mal viel Glück.

Barack Obama und die Journalisten

Wer sich noch wundert, warum die US-Medien und damit auch die Medien in aller Welt voll sind von Obama, Obama, Obama, der sollte sich dieses Video ansehen. Der US-Präsident, der sich den Journalisten augenscheinlich persönlich vorstellen wollte, wird von ihnen belagert wie ein Boygroup-Mitglied von Teenies. Wie Kinder halten sie dem Politiker ihre Handykameras ins Gesicht und lassen sich betätscheln von ihm.

Journalismus? Das wäre Distanz zum Objekt der Berichterstattung. Solche Journalisten gibt es bestimmt auch im Weissen Haus. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass sie auf diesem Video nicht (oder nur am Rand) zu sehen sind.

(via blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com)

Abstimmungsresultate in der Schweiz

Ab und zu stösst man auf eine Website, da freut man sich einfach, dass es das Internet gibt und fragt sich, was eigentlich diese Skeptiker haben.

Swiss Votes

Swissvotes.ch, die Datenbank der eidgenössischen Volksabstimmungen, ist so eine. Sie wurde “am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bundeskanzlei (BK) und dem Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelt”.

Rausfinden kann man dort zum Beispiel, wie knapp am 6.12.1992 der “Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)” abgelehnt wurde. 3.580.094 von 4.546.571 Stimmberechtigten (78.7%) gingen zur Urne – von ihnen waren nur 23.836 Menschen mehr, also etwa eine Kleinstadt, für ein “Nein”.

Oder man kann sich das von den Männern bereits am 07.02.1971 verliehene “Frauenstimm- und Wahlrecht in eidgenössischen Angelegenheiten” genauer ansehen.

Und man kann erkennen, dass damalige Initiativen auch nicht ulkiger, seltsamer, menschenfreundlicher oder sonst wie anders waren als heute. Abgelehnt wurde unter anderem:


Den ganzen Beitrag lesen…

George W. zum Letzten

Heute ist der letzte Arbeitstag von George W. Bush. Er war ein fürchterlicher Präsident. Wenn wir in Zukunft ein Beispiel brauchen für Leute, die das Beste wollen und das Schlechteste erreichen, dann finden wir eines in ihm. Ein dynamischer, ein geläuterter Typ, der bis zum Schluss seinem Gewissen vertraute (nzz.ch):

Es gibt Dinge, die ich anders machen würde, wenn ich dazu die Chance bekäme. Doch ich habe immer nach den besten Interessen des Landes gehandelt. Ich bin meinem Gewissen gefolgt und habe getan, was ich für richtig hielt.

Sein Vermächtnis in Zahlen hat Harper’s Index gesammelt, sehr ausführlich. Politisch war er nicht sehr fleissig:

Portion of his presidency he has spent at or en route to vacation spots: 1/3

Number of vehicles in the motorcade that transports Bush to his regular bike ride in Maryland: 6

Estimated total miles he has ridden his bike as president: 5,400


Den ganzen Beitrag lesen…

Blick am Abend vermeldet Nicht-Haarschnitt

Beim Online-Dings von Blick am Abend liegen ausser der Ferienvertretung des Aushilfspraktikanten wohl alle gerade krank im Bett. Gestern meldete das Online-Portal der Gratiszeitung nämlich aufgrund von zwei sozusagen identischen Bildern, dass TV-Moderator Stefan Klapproth sich die Haare geschnitten hätte.


Den ganzen Beitrag lesen…