Monatsarchiv für März 2009

 
 

Die Werbebranche bestimmt die Zukunft des Journalismus in der Printbranche

Angesichts von sinkenden Auflagen haben die Werber die Zukunft des Journalismus in der Printbranche in der Hand. Geben Sie der kritischen Öffentlichkeit eine Chance oder geht es tatsächlich nur um die Quoten?

Die Auflagen der Printmedien gehen unter dem Druck des Internets zurück und damit auch die Einnahmen der Verlagshäuser. Im Dezember 2008 wurden gemäss Wemf-Inseratestatistik in der Schweizer Presse 11.5% weniger Anzeigen als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs geschaltet. In allen Verlagen muss gespart werden – die angebliche Zeit, die Zeitungen noch zu Überleben bleiben soll, wird ständig verkürzt. Keine zehn Jahre mehr, sondern nur noch fünf Jahre gibt ihnen Marc Fisher, Redaktor der “Washington Post” (in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”).

Bild: CC Flickr m.p.3.
Bild: CC Flickr m.p.3.


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Der Bauer-Simulator

Freunde des harten Arbeitens, aufgepasst! Der Landwirtschafts-Simulator 2009 ist da! Statt sich müde und verdreckt von genervten Autofahrern auf Landstrassen überholen zu lassen (Realität), kann man nun diesen Typen mal zeigen, was der eigene Traktor so drauf hat (und selbst mal ein paar überholen).

Persönlichkeitsschutz mit Blick Online

Screenshot blick.ch

Bild: Screenshot blick.ch

Gleich drei Varianten von Persönlichkeitsschutz waren heute auf Blick Online neben der Story “Der Blick ins Horrorhaus” zu sehen, also einmal ohne Verfremdung, einmal verpixelt und einmal mit einem schwarzen Balken über den Augen.

In der ersten Story werden die Augen des Täters mit einem schwarzen Balken versehen, sein Nachname abgekürzt und mit einem Sternchen (*Namen der Redaktion bekannt) versehen.

In der zweiten Story wird das Gesicht des Täters verpixelt, sein Nachname wird abgekürzt. Ein Sternchen fehlt diesmal.

In der neusten Story wird der Name des Täters voll ausgeschrieben, sein Gesicht nicht verfremdet.

Möglicher Grund dafür: Es ist ein offizielles Fahndungsfoto der Kantonspolizei Aargau aufgetaucht, das sowohl das Schweizer Fernsehen als auch NZZ Online verwendeten. Vielleicht ist es durch die Entwicklung der Story nachvollziehbar, aber wenn man diese drei Varianten so nebeneinander sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass dahinter ein Konzept steckt. Zufall? Beliebigkeit? Gucken, was die anderen machen?

Die Revolution der Inhalte

Nahezu kostenlose Produktionsmittel sowie eine wachsende Transparenz im Internet beflügeln Demokratie und Wettbewerb. Die Expertokratie sieht sich gegenüber einer den Umgang mit Inhalten revolutionierenden “Weisheit der Vielen”.

“Everyone should have a blog. It’s the most democratic thing ever.”
Jessica Cutler, Bloggerin

Das Internet hat unser Leben in den letzten Jahren verändert wie keine andere Erfindung. Die online verbrachte Zeit steigt ständig an, am Bürotisch, am heimischen Schreibtisch und unterwegs, am Laptop und mit dem Mobiltelefon. Es vernichtet laufend Arbeitsplätze und schafft neue hinzu. Endlos ist die Liste der Branchen, die ihre Kunden ins Internet abwandern sehen. Vor allem betroffen sind Dienstleistungsbranchen, die sich als Vermittler und Berater zwischen das Produkt und den Kunden gestellt haben: Reisebüros, Buchläden, CD-Läden schliessen reihenweise wegen Kundenmangel. Längerfristig betroffen sind, kurz gesagt, alle, die etwas anbieten, das es im Internet günstiger oder gar gratis gibt.

Stark betroffen vom Wandel sind auch die Anbieter von Information, also die Medienbranche. Vor allem westliche Zeitungen kämpfen gegen den durch den Einbruch der Leserzahlen generierten Bedeutungsverlust. Grund des Einbruchs sind technische Neuerungen, welche die bisherigen Monopole zerstören.


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Bingo!

Pater Sean: «Mögen Sie Bingo?» Homer: «Bingo? Das ist mein Lieblingsspiel. Ich vergesse bloss immer, was man rufen soll, wenn man gewinnt.» Pater Sean: «Bingo!» Homer: «Das ist mein Lieblingsspiel! Ich vergesse bloss immer, was man rufen soll, wenn man gewinnt.»

Bild: CC Flickr supernova3688
Bild: CC Flickr supernova368

Mikael Krogerus schreibt in der NZZ am Sonntag über 20 Jahre Simpsons. Über “die gelbe Revolution“, die “letztlich politischer ist als jeder Polittalk” und “die mehr über amerikanische Gegenwartskultur verrät als acht Semester Amerikanistik”. Dass es keinen Bürgermeister “Quimpy” gibt, sondern nur einen Bürgermeister Quimby, nun ja, Pech.