Wie das so ist im Internet: Man stolpert über einen Link und gerät in ein neues Universum, das einen wieder für Stunden reinzieht: The Music Animation Machine.

Schon seit 2005 online ist die Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach. Da nur eine Orgel beteiligt ist, zeigt sich das Konzept ziemlich gut:

Visuell gut nachvollziehbar ist auch der bekannte erste Satz der 5. Symphonie von Ludwig van Beethoven.

Es fällt auf, dass die Visualisierungen über die Jahre ausgefeilter und variantenreicher wurden. Der Kanon in D von Johann Pachelbel ist sowohl von Noten als auch von Musikern begleitet vorhanden. Bei „Für Elise“ von Beethoven weiss man dann gar nicht mehr, wohin man schauen soll: Die Visualisierung wird ergänzt von klavierspielenden Händen aus zwei Blickwinkeln und den Noten.

Man merkt schnell, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, Musik grafisch darzustellen. So werden in dieser Chopin-Nocturne Intervalle gezeigt. Und bei dieser Debussy-Arabesque ist es, als würden die Töne wie Perlen an einer endlosen Schnur aufgereiht. Verfügbar sind übrigens auch moderne Werke wie die „Nokia Ringtone Fugue“ von Vincent Lo.

Alles nur Spielerei? Ist es nicht die Visualisierung, die die impressionistischen Pünktchen von Chopin oder die musikalischen Treppchen und Leiterchen von Mozart sichtbar macht?

Noch viel mehr Videos gibt es auf dem YouTube-Kanal von smalin. Stephen Malinowski ist auch bei Twitter. Er schreibt hier, warum er das eigentlich macht.

Weil draussen grade Sommer ist, noch etwas „Winter“ von Antonio Vivaldi:

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