Monatsarchiv für Mai 2008

 
 

Erdbeben in China:
Bilder aus Xi’an, Shaanxi

Kurz nach 14 Uhr erschuetterte ein Erdbeben der Staerke 7.8 die Provinz Sichuan in China. Ein Kurzbericht und ein paar Bilder aus der 7-Millionen-Stadt Xi’an, die etwa 400 km vom Epizentrum weg ist.

Ich bin alleine in meinem neuen 6er-Dorm-Room in einem Youth Hostel in Xi’an (3 Euro die Nacht) mit einem Nachmittagsnickerchen beschäftigt, als jemand heftig an der Tür rüttelt. Warum kommt der denn nicht herein? denke ich und erhebe mich, um die Person einzulassen, als ich realisiere, dass sich die Holzbetten im Raum seitwaerts bewegen.

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Ferien!

Ich bin dann mal weg, bis Anfang Juni. Und dann für einige Zeit in der Schweiz. Es würde mich freuen, dich da oder dort zu treffen. Bis bald!

Die Schildkröte Alter holt jeden - auch den rollenden Stein von 1968

40 Jahre ist es her, seit ein Aufruhr gegen die Konventionen des Bürgertums stattfand. Nun sind die “Children of the Revolution”, die damals keinem über dreissig trauen wollten, im Rentenalter. Sie sind heute das, was sie selbst mal bekämpft haben: das starrsinnige, dünnhäutige Establishment.

Ihr lieben Achtundsechziger
Ihr lieben Achtundsechziger
Jedes Böhnchen marschiert durch ein Institutiönchen
Danke für Alles - Ihr dürft jetzt gehn

PeterLicht - Ihr lieben Achtundsechziger

In diesen Tagen erscheinen in den Zeitungen wieder sehr viele Texte und Beilagen rund um das Jahr 1968, als einige junge Menschen aus meist gutbürgerlichem Haus auf die Strasse gingen und “Revolution machten”. Wer sich fragt, warum denn dieses Phänomen so ausführlich in den Medien Platz findet, wenn einen doch die Zusammenfassungen dieser Tage bereits zum zwanzigsten, zum fünfundzwanzigsten und zum dreissigsten Jahrestag gelangweilt haben, dem sei gesagt, dass viele der damaligen Revolutionäre Journalisten geworden und inzwischen in den Chefetagen angekommen sind. Und die nun mal gerne zurückschauen auf die Zeit, in der sie noch jung und wild waren. Genau so wie sie damals wieder und wieder lesen und hören mussten, wie sich ihre Elterngeneration im zweiten Weltkrieg geschlagen hatte. So wie die jetzige Generation die Anfänge des Internets preisen wird in dreissig Jahren.

Heute sind die 68er und viele ihrer vielen Nachkommen das, was sie selbst mal bekämpft haben: das starrsinnige, dünnhäutige Establishment. Es ist kein Vorwurf, es ist nur das stets verdrängte Alter, das sie nun doch noch einholt, so wie die runzlige Schildkröte einen rollenden Stein, der irgendwann doch noch zum Stillstand gekommen ist.

Joschka Fischer, Mitte, lacht am Dienstag, 22. April 2008, neben seiner Ehefrau Minu Barati, links, waehrend des Empfang anlaesslich seines 60. Geburtstags in Berlin.
Joschka Fischer, Mitte, lacht am Dienstag, 22. April 2008, neben seiner Ehefrau Minu Barati, links, waehrend des Empfang anlaesslich seines 60. Geburtstags in Berlin. (Bild: AP/Keystone, Tim Brakemeier)

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