Aus dem Statistischen Monatsheft der SNB

Seit dem 21.11. ist auf der Website der Schweizerischen Nationalbank (SNB) das Statistische Monatsheft November 2011 (PDF-Datei, 1.3 MB) verfügbar. Die Seiten 24 und 25 (PDF-Datei, 56 kb) verdienen einen genaueren Blick.

Betrachten wir zuerst mal die seit Ende 2008 (Finanzkrise) zunehmend instabile Entwicklung der Notenbankgeldmenge:

Notenbankgeldmenge Schweizerische Nationalbank

Verantwortlich dafür sind vor allem die Relevanten Fremdwährungspositionen, hier die Zahlen:

Notenbankgeldmenge der Schweizerischen Nationalbank in Zahlen

Zu diesen Relevanten Fremdwährungspositionen gehört ganz schön viel, wie unten erklärt ist:

Gold und Forderungen aus Goldgeschäften + Devisenanlagen + Reserveposition beim IWF + Internationale Zahlungsmittel + Währungshilfekredite (bis März 1998 abzüglich Girokonten ausländischer Banken und Institutionen).

Dazu kann man sich auch die „Bilanzpositionen der SNB“ (PDF-Datei, 52 kb) ansehen, welche die massiven Eurokäufe von Nationalbankchef Philipp Hildebrand widerspiegeln. Die „Foreign currency investments“ sind von 47.4 Milliarden Franken (2008) auf 305.3 Milliarden Franken (September 2011) angestiegen.

Wie wir in einer weiteren Grafik sehen, ist der Notenumlauf nach wie vor stabil. Die ab 2008 (Finanzkrise) immer wilder werdende Kurve betrifft die Girokonten inländischer Banken:

Bestand Schweizerische Nationalbank

Auch hier die Details dazu:

Beträge der SNB auf Girokonten inländischer Banken

Auch wenn ich das alles nicht zu 100 Prozent verstehe: solche Grafiken wecken bei mir nicht gerade frohe Zukunftserwartungen.

(via Martin Steiger)


Kommentare

Eine Antwort zu „Aus dem Statistischen Monatsheft der SNB“

  1. Avatar von Slartbart
    Slartbart

    Die Devisenkäufe zur Wechselkursstabilisierung durch die SNB und die damit verbundene Liquiditätssteigerung laufen vor allem über die Girokonten (vergleiche die Kurven). Das reduziert die Befürchtung mal um die Hälfte, zum Beruhigen reicht das natürlich nicht ;-)

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