Wir kaufen doch all diese Magazine, verschlingen hungrig Informationen über die Stars. Solange es Menschen gibt, die solche Magazine kaufen und sich im Internet den neuesten Star-Tratsch downloaden, wird es auch ein Angebot an solchen Bildern und Geschichten geben. So einfach ist das. Das ist nicht die Schuld der jungen Pop-Stars, und auch nicht die der Paparazzi – jeder ist irgendwie mitverantwortlich. Das Internet hat einen enormen Wettbewerb zwischen Print-Magazinen und anderen Medien hervorgerufen, einen Wettbewerb, in dem es scheinbar keine Schranken und Grenzen mehr gibt. Es ist ein Wahnsinn.

Madonna, Popsängerin, Frankfurter Rundschau, 12.04.2008

Der englische Begriff «Nigger» etwa ist verboten, das deutsche Pendant «Neger» (vorläufig noch) erlaubt. «Scheiss-Schweizer» darf in Zürich (anders als im Kanton Zug) nicht gesagt werden, die Aussage «Ich traue grundsätzlich keinem Schweizer» (geäussert von einem jüdischen Mitarbeiter der Bergier-Kommission) dagegen wird toleriert. Das heisst aber nicht, dass dieselbe Aussage über Muslime straffrei wäre.

Alex Baur, Weltwoche, Anti-Rassismus-Gesetz: Wächter der richtigen Gesinnung

Mit Frauen sowie mit Untergebenen umzugehen ist schwierig. Ist man vertraut mit ihnen, so werden sie anmassend. Hält man auf Distanz, dann sind sie unzufrieden.

Konfuzius, Gespräche, Lunyu 17.25

Als Kabarettist bekommt man zwar als ersten Rat von Kollegen, man soll in Bern langsamer spielen als in Zürich, aber mir ist vor allem das Weltoffene des Schweizers aufgefallen. Allein am Zürcher Hauptbahnhof, was da international abläuft! Wenn wir das in Wien hätten, hätten wir eine FPÖ-Mehrheit.

Josef Hader, Kabarettist, Das Magazin, 11.04.2008

Offenlegung: Was Konfuzius sagt, sagt Konfuzius und nur Konfuzius. Aus den gespeicherten Zitaten soll bitte nicht auf die Haltung des Bloggers geschlossen werden. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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