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Zitate

Von Ronnie Grob am 25. Juni 2008 um 17:18 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Zitate

Perfekt getaktete und genauestens eingehaltene Zugfahrpläne, eine die gesamte Spannbreite der Intelligenzquotienten berücksichtigende Beschilderung, großzügig bemessene Auslaufzonen und anspruchsvolle Beschäftigungstherapien für auswärtige Fans - man präsentierte sich allen Eventualitäten gewachsen.

Mancherorts hatte man sogar zuviel des Guten getan und den Ansturm der Besucher schlichtweg überschätzt. Als Folge glichen einige “Fan-Villages” verlassenen Westernstädten, über denen zu allem Überfluss keine texanische Sonne brannte, sondern sich ein Regenschauer nach dem anderen zusammenbraute.

Christoph Höhtker, Spiegel Online, 25.06.2008
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Berlin auf der Überholspur

Von Ronnie Grob am 21. Juni 2008 um 13:25 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Berlin


Leben auf der Überholspur from Tierpfleger on Vimeo.

Bist du ein Stubenhocker oder ein Computernerd? Dann kannst du was lernen vom Mensch hinter dem “Tierpfleger“, einem, der sein Leben nicht einfach so lebt. Nein, er lebt ein Leben auf der Überholspur. In Berlin.


Kunstmarkt TV

Von Ronnie Grob am 8. Juni 2008 um 19:24 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Varia

Live Streaming by Ustream.TV

Christian Jankowski, Kunstmarkt TV, 2008

(Wer wenig Geduld hat, kann gleich auf Minute 18 wechseln, ab da gibt es “suspense, suspense”. Oder auf Minute 20, ab dann ist man “ready to go!”. In Minute 22 geht es dann wirklich los, gleich mit Jeff Koons. In Minute 23 dann das Inhaltsverzeichnis der Show.)


Wie ich zum Bloggen kam

Von Ronnie Grob am 2. Juni 2008 um 07:00 Uhr Kommentare (6)
Kategorien: Gedruckt

Als ich im Sommer 2002 erstmals in einem Weblog las, wusste ich nicht, was ein Weblog ist. Mit irgendeiner Suchanfrage stiess ich auf das Blog eines noch nicht zwanzigjährigen Schülers aus Bayern, der fast täglich neue Texte, Bilder und Links bereitstellte. Weil das Lesen Spass machte, hatte ich bald alle Monate, in denen er bisher geschrieben hatte, durchgelesen und stiess durch die bereitgestellten Links auf andere, neue, spannende Seiten, die ich alleine wohl nie gefunden hätte.

Im August entdeckte ich dann einen Ameisenhaufen. Antville.org hiess die Website, auf deren Unterseiten die verschiedensten Leute ihre Blogs führten. Ohne lange nachzudenken, eröffnete ich bald auch ein Blog - weil es so einfach war. Eine eigene Homepage einzurichten lag ja schon immer ausserhalb meiner Möglichkeiten, da es mir nicht nur an HTML-Kenntnissen fehlte, sondern auch, weil ich einen Server weder bezahlen noch einrichten wollte.

Artikel im NZZ Folio
Bild: Screenshot des Artikels “Jeder ein Chefredaktor” im NZZ Folio.

Nun war ich der Boss. Chefredaktor und Herausgeber meines eigenen Mediums. Ausser den geltenden Gesetzen niemandem unterworfen. Kosten? Keine. Einnahmen? Auch keine. Unerwünschte Kommentare? (In meinem Blog) jederzeit löschbar. Das publizistische Konzept? Gab es keines. Ich schrieb anonym und war weder Kunden noch Investoren verpflichtet. Ich veröffentlichte dann, wann ich wollte und schrieb über das, was ich wollte. Redigatur und Korrektur waren mir Fremdwörter; vor mir lag nur ein Eingabefeld, das eine unbeschränkte Anzahl Buchstaben aufnahm, so wie ein grosses, noch unbeschriebenes Buch.

Schon am zweiten Tag, in meinem dritten Beitrag, schrieb ich: “so einen weblog zu führen, mag ja vielen zielen dienen, doch vor allem einem: der befriedigung der eigenen eitelkeit. man möchte, dass andere menschen zuhören, lesen, anteil nehmen, mit einem lächeln nicken, sich über einen link tierisch freuen, kurzum, den schreiber cool finden.” Genau so schrieb ich das, in Kleinschrift, denn ich konnte es mir leisten, die Unterscheidung von Klein- und Grossschreibung zu ignorieren (ich fand damals Kleinschreibung “moderner und schöner”). Es gab niemanden, dem ich Rechenschaft schuldig war, noch nicht mal einen Leser.
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Erdbeben in China:
Bilder aus Xi’an, Shaanxi

Von Ronnie Grob am 12. Mai 2008 um 10:29 Uhr Kommentare (19)
Kategorien: Varia

Kurz nach 14 Uhr erschuetterte ein Erdbeben der Staerke 7.8 die Provinz Sichuan in China. Ein Kurzbericht und ein paar Bilder aus der 7-Millionen-Stadt Xi’an, die etwa 400 km vom Epizentrum weg ist.

Ich bin alleine in meinem neuen 6er-Dorm-Room in einem Youth Hostel in Xi’an (3 Euro die Nacht) mit einem Nachmittagsnickerchen beschäftigt, als jemand heftig an der Tür rüttelt. Warum kommt der denn nicht herein? denke ich und erhebe mich, um die Person einzulassen, als ich realisiere, dass sich die Holzbetten im Raum seitwaerts bewegen.
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Ferien!

Von Ronnie Grob am 6. Mai 2008 um 14:53 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Allgemein

Ich bin dann mal weg, bis Anfang Juni. Und dann für einige Zeit in der Schweiz. Es würde mich freuen, dich da oder dort zu treffen. Bis bald!


Die Schildkröte Alter holt jeden - auch den rollenden Stein von 1968

Von Ronnie Grob am 1. Mai 2008 um 09:00 Uhr Kommentare (5)
Kategorien: Politik

40 Jahre ist es her, seit ein Aufruhr gegen die Konventionen des Bürgertums stattfand. Nun sind die “Children of the Revolution”, die damals keinem über dreissig trauen wollten, im Rentenalter. Sie sind heute das, was sie selbst mal bekämpft haben: das starrsinnige, dünnhäutige Establishment.

Ihr lieben Achtundsechziger
Ihr lieben Achtundsechziger
Jedes Böhnchen marschiert durch ein Institutiönchen
Danke für Alles - Ihr dürft jetzt gehn

PeterLicht - Ihr lieben Achtundsechziger

In diesen Tagen erscheinen in den Zeitungen wieder sehr viele Texte und Beilagen rund um das Jahr 1968, als einige junge Menschen aus meist gutbürgerlichem Haus auf die Strasse gingen und “Revolution machten”. Wer sich fragt, warum denn dieses Phänomen so ausführlich in den Medien Platz findet, wenn einen doch die Zusammenfassungen dieser Tage bereits zum zwanzigsten, zum fünfundzwanzigsten und zum dreissigsten Jahrestag gelangweilt haben, dem sei gesagt, dass viele der damaligen Revolutionäre Journalisten geworden und inzwischen in den Chefetagen angekommen sind. Und die nun mal gerne zurückschauen auf die Zeit, in der sie noch jung und wild waren. Genau so wie sie damals wieder und wieder lesen und hören mussten, wie sich ihre Elterngeneration im zweiten Weltkrieg geschlagen hatte. So wie die jetzige Generation die Anfänge des Internets preisen wird in dreissig Jahren.

Heute sind die 68er und viele ihrer vielen Nachkommen das, was sie selbst mal bekämpft haben: das starrsinnige, dünnhäutige Establishment. Es ist kein Vorwurf, es ist nur das stets verdrängte Alter, das sie nun doch noch einholt, so wie die runzlige Schildkröte einen rollenden Stein, der irgendwann doch noch zum Stillstand gekommen ist.

Joschka Fischer, Mitte, lacht am Dienstag, 22. April 2008, neben seiner Ehefrau Minu Barati, links, waehrend des Empfang anlaesslich seines 60. Geburtstags in Berlin.
Joschka Fischer, Mitte, lacht am Dienstag, 22. April 2008, neben seiner Ehefrau Minu Barati, links, waehrend des Empfang anlaesslich seines 60. Geburtstags in Berlin. (Bild: AP/Keystone, Tim Brakemeier)
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Zitate

Von Ronnie Grob am 21. April 2008 um 09:53 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Zitate

Wir kaufen doch all diese Magazine, verschlingen hungrig Informationen über die Stars. Solange es Menschen gibt, die solche Magazine kaufen und sich im Internet den neuesten Star-Tratsch downloaden, wird es auch ein Angebot an solchen Bildern und Geschichten geben. So einfach ist das. Das ist nicht die Schuld der jungen Pop-Stars, und auch nicht die der Paparazzi - jeder ist irgendwie mitverantwortlich. Das Internet hat einen enormen Wettbewerb zwischen Print-Magazinen und anderen Medien hervorgerufen, einen Wettbewerb, in dem es scheinbar keine Schranken und Grenzen mehr gibt. Es ist ein Wahnsinn.

Madonna, Popsängerin, Frankfurter Rundschau, 12.04.2008

Der englische Begriff «Nigger» etwa ist verboten, das deutsche Pendant «Neger» (vorläufig noch) erlaubt. «Scheiss-Schweizer» darf in Zürich (anders als im Kanton Zug) nicht gesagt werden, die Aussage «Ich traue grundsätzlich keinem Schweizer» (geäussert von einem jüdischen Mitarbeiter der Bergier-Kommission) dagegen wird toleriert. Das heisst aber nicht, dass dieselbe Aussage über Muslime straffrei wäre.

Alex Baur, Weltwoche, Anti-Rassismus-Gesetz: Wächter der richtigen Gesinnung
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Agility für Kaninchen

Von Ronnie Grob am 20. April 2008 um 21:51 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Allgemein

Von Hunden und Pferden wusste ich das ja, aber dass es auch Kaninchen-Agility gibt?


Gebärtouristen mit Notgeburten

Von Ronnie Grob am 10. April 2008 um 11:53 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Politik

Liberalen und Neoliberalen wird ja gerne vorgeworfen, marktgläubig zu sein. Ich glaube, dass man an den Markt gar nicht glauben muss. Der Markt spielt einfach. Zum Beispiel an der deutsch-polnischen Grenze, wie ich eben aus der eher marktkritischen Frankfurter Rundschau erfahre. Der Artikel heisst “Gebärtourismus: Seltsamer Babyboom im Osten“:

Nach der Grenzöffnung 2004 erlebte Schwedt, eine 36 000 Einwohner zählende Grenzstadt in der Uckermark, einen wahren Babyboom. Keinen einheimischen, sondern einen importierten. Etwa 400 Frauen aus Polen, die angeblich als Touristinnen im eher unspektakulären Schwedt unterwegs waren, ließen sich zwischen 2004 und 2007 ins Klinikum bringen, wo sie eine Notgeburt hatten.

Warum?

Der Chefarzt und seine Mitarbeiter, alle aus Polen stammend, hatten im Internet und mit Broschüren in Polen für das Schwedter Krankenhaus geworben.

Und warum wollen polnische Mütter denn in Deutschland niederkommen? Ganz einfach, weil es billiger ist als “in Polen, wo junge Mütter bestimmte Dinge aus eigener Tasche zuzahlen müssen”.
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