Archiv der Kategorie ‘Medien‘

 
 

Frank A. Meyer zur Pension

Lieber Frank A. Meyer

Ich wünsche Ihnen alles Gute zum heutigen 65. Geburtstag!

Da Sie nicht im Internet suchen, zuletzt wohl nach sich selbst, werden Sie diesen Eintrag wohl nie lesen. Mich hält es aber nicht davon ab, Ihnen herzlich zur Pension zu gratulieren. Endlich können Sie ausspannen, zurücklehnen, abwinken, Kuchen essen, schwimmen gehen. Dass sie klammheimlich schon länger nur noch ab und zu einen Espresso trinken mit dem bei Ringier für alles mögliche Publizistische verantwortlichen Marc Walder, ist mir schon länger aufgefallen. Aber so kurz vor der Pension will man da niemandem einen Vorwurf machen. Jetzt, mit 65, müssen Sie nicht mal mehr das. Ist das nicht schön?


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Nein, der Kapitalismus ist nicht tot

Liegt der Kapitalismus, die Marktwirtschaft in den letzten Zügen? Haben die Kritiker, die schon immer gesagt haben, das gehe nicht auf, recht? Darauf könnte man kommen, wenn man Berichte zur Finanzkrise durchliest. Aber das ist natürlich Blödsinn.

Als Laie eine Meinung zur Finanzkrise zu haben, sollte man sich gut überlegen. Schnell mal wird einem nahegelegt, dass man davon ja keine Ahnung hat und besser mal den Mund halten sollte. Doch nicht nur der Laie hat keine Ahnung, auch der Anleger (der ja wissen sollte, was mit seinem Geld geschieht) und der Politiker (der ja wissen sollte, wofür er Steuergelder spricht) überblicken die Lage nicht, selbst den Finanzexperten, den Wirtschaftsjournalisten, den Börsenanalysten ist alles zu kompliziert geworden. Allerdings: über die Klimakatastrophe, über das Wetter, über die Existenz Gottes plaudern auch alle frohgemut, ohne einen Überblick zu haben. Also, keine Frage, auch der Laie darf und soll zur Finanzkrise zu Wort kommen.

Kapitalismus
(CC Flickr Martin Röll)

Finanzkrise vernichtet 1 400 000 000 000 Dollar“, schrieb welt.de kürzlich. Es werden sicher noch viel mehr werden. Aber was heisst schon vernichtet? Es waren Annahmen von Börsenhändlern, die vernichtet wurden. Und von vielen anderen Leuten, die ihr Geld irgendwie und irgendwo anlegten. Sie dachten, ihr Geld sei “sicher”. Es braucht schon einen Peter Sloterdijk (nzz.ch), der die Panikmacher wieder etwas herunterholt:

Seriöse Leute behaupten, dass von den realen Vermögenswerten gar nichts verschwunden ist. Es sind keine Schiffe gesunken, es müssen jetzt lediglich die surrealen Bewertungen revidiert werden, die während der letzten zehn Jahre die meisten ökonomischen Transaktionen verzerrt haben, insbesondere bei Betrieben, Immobilien und Kunstwerken. Die riesenhaften Pseudovermögen, die dabei «angehäuft» bzw. an der Börse fingiert wurden, sind auf einen sinnvollen Massstab zurückzukorrigieren. In der amerikanischen Hypothekenkrise sind ja die Häuser nicht verschwunden. Die berühmten Realwerte sind alle noch vorhanden. Es spricht vieles dafür, dass sich die Dinge nach der Anpassung des aufgeblähten Geldvolumens an die realwirtschaftliche Basis wieder einspielen. Es gab einfach zu viel Geld, das blosses Spielgeld war, daher gab es massenhaft illusorische Wertberechnungen und haltlose Reichtumseinbildungen.

Eine klassische Blase, wie sie Menschen immer wieder erzeugen und die irgendwann platzt. Jeder hat dem anderen vertraut, niemand wollte sagen, dass alles hochgeschaukelt ist, irgendwann wurde der Druck zu hoch und einiges stürzte zusammen. Neu daran ist nur, dass sich der Staat einmischt.


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Medienvielfalt der deutschen Online-Medien

Heute, am 1.12.2008, um 15:40 Uhr, sah es so aus auf den Startseiten der wichtigsten deutschen Medienportale:


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Johannes Matyassy von Präsenz Schweiz sieht die Weltwoche als “politischen Gegner”

Johannes Matyassy ist Chef von Präsenz Schweiz, eine 2000 von Bundesrat und Parlament ins Leben gerufene Organisation, die für das Image der Schweiz im Ausland (”die Präsenz der Schweiz im Ausland zu stärken und zu koordinieren. Und mit dem Ziel, ein authentisches, originelles und lebendiges Bild unseres Landes zu vermitteln”) zuständig ist.

Angegliedert ist der Betrieb dem Staat, genauer dem EDA, dem Aussenministerium. Wie, das erklärt diese Grafik (die mich auch nach längerem Studium mehr verwirrt als aufklärt).

In den FAQ von Präsenz Schweiz wird der interessierte Leser darüber aufgeklärt, es sei ein “Mythos”, dass Präsenz Schweiz über ein enormes Budget verfüge. Tatsächlich handelt es sich nur um jährlich 10 Mio. Franken.

Was viel ist und was wenig, daran scheiden sich die Geister. Eigentlich ist Präsenz Schweiz nur eine ganz kleine Organisation. Mit einem ganz kleinen Organigramm. Und zurzeit mindestens 31 meist weiblichen Mitarbeitern.

Soweit die Vorinformation. Und nun überlegen wir uns, was für “politische Gegner” eine solche Organisation haben könnte.


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Abt. “Früher war alles besser”

Der abtretende Bundesratssprecher Oswald Sigg konstatiert in einem Sonntag-Interview verludernde Sitten aufgrund einer wildgewordenen, rudelbildenden und einander abschreibenden Meute von Medien. Früher sei das anders gewesen.

Mitte der Siebzigerjahre erhoben sich die Journalisten noch von ihren Sitzen, wenn ein Bundesrat den Pressesaal betrat.

Weiter beklagt Sigg eine “Hetzkampagne” gegen den eben unter Blut und Tränen zurückgetreten Bundesrat Samuel Schmid:

Ausser wenigen Medienleuten habe ich niemanden angetroffen, der sich nicht über diese Hetzkampagne empört hätte.

Das mag sein. Die Schweizer sind ein sehr harmoniebedürftiges Volk. Sie mögen es weder, wenn jemand laut die Wahrheit sagt, noch, wenn jemand zu sehr ausgegrenzt wird. Im Fall Schmid waren die gegen den Bundesrat sprechenden Argumente aber einfach zu zahlreich, als dass ihn jemand (Frank A. Meyer natürlich ausgenommen) hätte verteidigen können. Es ist etwas wie bei der vergangen US-Wahl: Es finden sich kaum Argumente für McCain/Palin oder gegen Obama/Biden. Den wenigen Ausscherenden kann man immerhin einen Versuch gegen die Meinungeinfalt attestieren.


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Duckhome.de mit russischen Schönheiten

Das publizistische Netzwerk von Jochen Hoff ruft heute:

Frauen, lasst uns uns weigern, Geiseln das Zusammenpralls der Zivilisationen zu sein!“.

Nebenan eine Werbung für russianeuro.com, hier zwei Screenshots:


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Produktfotos und die Realität

Werbefotos
Screenshot: pundo3000.com

“100 produkte im vergleich zu ihren werbefotos. alle produkte wurden eingekauft, die verpackungen fotografiert, die produktfotos vergrößert, die produkte nach verpackungsvorgabe zubereitet und zum vergleich fotografiert. alle produkte befanden sich innerhalb des haltbarkeitsdatums. alle produkte wurden aufgegessen. alle fotografien sind jederzeit wiederholbar.”

Mehr dazu bei pundo3000.com

Blogcamp 3.0, die Slides

Wie angeregt, hier die Slides zu meiner Präsentation gestern am Blogcamp Switzerland 3.0.

Das Frauenbild im Wandel der Zeit


Women In Film from Philip Scott Johnson on Vimeo.

Facebook-Werbung des Tages

Ist das (Screenshot facebook.com, 18.08.2008, 11:20 Uhr) nun besser oder schlechter als “Will ein heisses Datum“? Schwierig zu beurteilen…