Journalismus im Hause Ringier (5)

Es gibt im „SonntagsBlick“ immer noch so eine Rubrik, die mal als Kopie von „Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt“ mit Kaffee statt Rauchwaren startete, sie heisst „Auf einen Espresso mit Frank A. Meyer“.

In der gestrigen Ausgabe gibt sich Frank A. Meyer dem Chef von Ringier Schweiz gegenüber begeistert von den deutschen Zeitungen, er lobt den „Stil in den gedruckten Medien“:

differenzierte Berichte über das Dilemma der Schweiz, faire bis selbstkritische Kommentare, auch was den Ankauf illegaler Daten betrifft. Das ist ein Klassenunterschied zu den meisten Schweizer Printmedien.

Welche Schweizer Printmedien er da wohl meint? Vielleicht das Medium aus dem Ringier-Verlag namens „Blick“, das ihm die Plattform bietet zu seinen Aussagen?

Update am 16. Februar 2010, 19 Uhr: Gabor Steingart, neuer Chefredakteur des deutschen „Handelsblatts“, hält Meyers „auch von den Konzernblättern abweichende Meinung“ für ein „bemerkenswertes Dokument von Zivilcourage – und von innerer Pressefreiheit“. So kann man das auch sehen.


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