Samuel Schmid sagt (gem. NZZ):
“Dies zeigt mir meine allgemeine Kompetenz meiner Arbeit.”
Von Ronnie Grob am 21. Juli 2008 um 18:28 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Politik, Zürich
Ja, ich bin handlungsfähig. Dies zeigt mir meine allgemeine Kompetenz meiner Arbeit. Die Reaktionen meiner Kollegen zeigen mir das.
Samuel Schmid heute, am 21.07.2008, an der Pressekonferenz gemäss Protokoll der NZZ. Ich wundere mich, wann endlich jemand auf dieses Bild zurückgreift. Habe ein Bilderarchiv durchforscht, es ist nur eines von etwa dreissig wirklich witzigen Samuel-Schmid-Bildern. Warum sind schweizer Journalisten so schrecklich vorsichtig?
Update gleich nach Veröffentlichung: Ungewöhnlich für die NZZ wurde der Artikel komplett überarbeitet. Was Schmid tatsächlich gesagt hat, muss wohl eine Tonaufnahme beweisen. Die NZZ ist nun jedenfalls der Meinung, Schmid habe das gesagt:
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Leserreporter werden wichtiger
Von Ronnie Grob am 20. Juli 2008 um 14:34 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Gedruckt
Wenn heutzutage etwas Unvorhergesehenes vorfällt, dann sind Journalisten oft die Letzten vor Ort. Wo auch immer etwas passiert, wartet eine Armee von Hobbyfotografen, um auf den Auslöser zu drücken. Wer die Digitalkamera nicht dabei hat, der zückt das Handy: Fotos, Tonaufnahmen, kurze Filme in annehmbarer Qualität - alles kein Problem mehr für den durchschnittlichen Passanten.

Gläubige machen Fotos von Papst Benedikt am Weltjugendtag in Köln 2005. Foto: Keystone AP Reuters, Michael Dalder
Die Medien, vor allem die Boulevardmedien, sind angewiesen auf diese Bilder, denn auch ein schlechtes Bild von einem abstürzenden Flugzeug ist besser als gar kein Bild. Bei Ereignissen stürmt jeweils eine wahre Welle von Fotos auf die Redaktionen ein. Hansi Voigt, Chefredaktor von 20min.ch, sagt: “Ist in der Schweiz irgendwo ein Tramunfall, bekommen wir fast sicher ein Bild davon. Bei einer Überflutungskatastrophe erhalten wir gegen 2000 Bilder. Ist jedoch an einem Tag nichts los, bleibt es bei einem oder zwei Fotos.”
Der kleine Unterschied
Von Ronnie Grob am 17. Juli 2008 um 07:17 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Varia
Barack Obama in der Zitty:
Ich bin blau - un das… is…
Von Ronnie Grob am 16. Juli 2008 um 17:12 Uhr Kommentare (5)
Kategorien: Berlin
Zitty!
Dass ihr Barack Obama aufs Cover hievt, nun ja, das sei euch verziehen, das machen ja alle anderen auch etwa jede dritte Woche. Aber der Titel “Ich bin schwarz. Und das ist auch gut so!” - der ist unter aller Sau. Wenn Klaus Wowereit von sich sagt “Ich bin schwul – und das ist auch gut so!” - dann ist das eine Aussage, die Klaus Wowereit tätigen kann, weil er Klaus Wowereit ist und weil er schwul ist.

Screenshot zitty.de
Wenn ihr aber Barack Obama den Satz “Ich bin schwarz. Und das ist auch gut so!” in den Mund legt, dann ist das einfach infam. Hättet ihr so einen Titel auch gemacht, wenn John McCain gekommen wäre? Also ein Titel, auf dem “Ich bin weiss. Und das ist auch gut so!” steht?
Ich bin sicher, dass Obama niemals so einen Mist über sich verzapft hat. Fragt Euch doch mal selbst, wann ihr zuletzt euer Weiss-Sein (was ich euch jetzt mal pauschal unterstelle) reflektiert habt.
Für mich wirkt der Titel, als könnte es sein, dass etwas mit weiss-sein oder etwas mit schwarz-sein nicht gut sein könnte. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, was das ist, aber vielleicht habt ihr mir da etwas voraus…
Alkohol …?
Von Ronnie Grob am 14. Juli 2008 um 09:08 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Varia
… oder Hexenschuss? Das Video soll jedenfalls aus Weissrussland sein.
Mikro-Highlights
Von Ronnie Grob am 8. Juli 2008 um 09:50 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Alltag, Berlin
Mikro-Highlights, auf die man hinweisen sollte, sind mir in letzter Zeit einige untergekommen.
1. Die Urlaubsvertretung von Stefan Niggemeier. Habe meistens einfach laut gelacht.
Online-Journalisten geschockt: MauseBienchen78 stellt ihr Diddl-Blog ein
Schock an der Tankstelle: Knabbernüsschen schon wieder teurer
Apple-Fans euphorisch: Neues iPhone kann fast alles, was ein normales Handy kann
Mehr? Selber suchen.
2. Die brandneue Twitter-Serie “Ich sehe Neuköllner” von Martin Riemer.
ich sehe neuköllner. sie tätscheln ihre hunde heraus aus der blauen stunde in die dunkelheit hinein.
ich sehe eine neuköllnerin. sie hat ihrem husky eine kugel eis gekauft.
Schnell klicken, geht wohl eher nicht ewig.
3. Die neue Serie “Feuilleton und Pornografie” auf umblaetterer.de
Alexander Osang über Pornywood (Teil 1)
Stephan Maus über die Venus-Messe 2003 (Teil 2)
Da kommt noch mehr!
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Zitate
Von Ronnie Grob am 25. Juni 2008 um 17:18 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Zitate
Perfekt getaktete und genauestens eingehaltene Zugfahrpläne, eine die gesamte Spannbreite der Intelligenzquotienten berücksichtigende Beschilderung, großzügig bemessene Auslaufzonen und anspruchsvolle Beschäftigungstherapien für auswärtige Fans - man präsentierte sich allen Eventualitäten gewachsen.
Mancherorts hatte man sogar zuviel des Guten getan und den Ansturm der Besucher schlichtweg überschätzt. Als Folge glichen einige “Fan-Villages” verlassenen Westernstädten, über denen zu allem Überfluss keine texanische Sonne brannte, sondern sich ein Regenschauer nach dem anderen zusammenbraute.
Christoph Höhtker, Spiegel Online, 25.06.2008
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Berlin auf der Überholspur
Von Ronnie Grob am 21. Juni 2008 um 13:25 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Berlin
Leben auf der Überholspur from Tierpfleger on Vimeo.
Bist du ein Stubenhocker oder ein Computernerd? Dann kannst du was lernen vom Mensch hinter dem “Tierpfleger“, einem, der sein Leben nicht einfach so lebt. Nein, er lebt ein Leben auf der Überholspur. In Berlin.
Kunstmarkt TV
Von Ronnie Grob am 8. Juni 2008 um 19:24 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Varia
Christian Jankowski, Kunstmarkt TV, 2008
(Wer wenig Geduld hat, kann gleich auf Minute 18 wechseln, ab da gibt es “suspense, suspense”. Oder auf Minute 20, ab dann ist man “ready to go!”. In Minute 22 geht es dann wirklich los, gleich mit Jeff Koons. In Minute 23 dann das Inhaltsverzeichnis der Show.)
Wie ich zum Bloggen kam
Von Ronnie Grob am 2. Juni 2008 um 07:00 Uhr Kommentare (6)
Kategorien: Gedruckt
Als ich im Sommer 2002 erstmals in einem Weblog las, wusste ich nicht, was ein Weblog ist. Mit irgendeiner Suchanfrage stiess ich auf das Blog eines noch nicht zwanzigjährigen Schülers aus Bayern, der fast täglich neue Texte, Bilder und Links bereitstellte. Weil das Lesen Spass machte, hatte ich bald alle Monate, in denen er bisher geschrieben hatte, durchgelesen und stiess durch die bereitgestellten Links auf andere, neue, spannende Seiten, die ich alleine wohl nie gefunden hätte.
Im August entdeckte ich dann einen Ameisenhaufen. Antville.org hiess die Website, auf deren Unterseiten die verschiedensten Leute ihre Blogs führten. Ohne lange nachzudenken, eröffnete ich bald auch ein Blog - weil es so einfach war. Eine eigene Homepage einzurichten lag ja schon immer ausserhalb meiner Möglichkeiten, da es mir nicht nur an HTML-Kenntnissen fehlte, sondern auch, weil ich einen Server weder bezahlen noch einrichten wollte.

Bild: Screenshot des Artikels “Jeder ein Chefredaktor” im NZZ Folio.
Nun war ich der Boss. Chefredaktor und Herausgeber meines eigenen Mediums. Ausser den geltenden Gesetzen niemandem unterworfen. Kosten? Keine. Einnahmen? Auch keine. Unerwünschte Kommentare? (In meinem Blog) jederzeit löschbar. Das publizistische Konzept? Gab es keines. Ich schrieb anonym und war weder Kunden noch Investoren verpflichtet. Ich veröffentlichte dann, wann ich wollte und schrieb über das, was ich wollte. Redigatur und Korrektur waren mir Fremdwörter; vor mir lag nur ein Eingabefeld, das eine unbeschränkte Anzahl Buchstaben aufnahm, so wie ein grosses, noch unbeschriebenes Buch.
Schon am zweiten Tag, in meinem dritten Beitrag, schrieb ich: “so einen weblog zu führen, mag ja vielen zielen dienen, doch vor allem einem: der befriedigung der eigenen eitelkeit. man möchte, dass andere menschen zuhören, lesen, anteil nehmen, mit einem lächeln nicken, sich über einen link tierisch freuen, kurzum, den schreiber cool finden.” Genau so schrieb ich das, in Kleinschrift, denn ich konnte es mir leisten, die Unterscheidung von Klein- und Grossschreibung zu ignorieren (ich fand damals Kleinschreibung “moderner und schöner”). Es gab niemanden, dem ich Rechenschaft schuldig war, noch nicht mal einen Leser.
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